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Sonntag, 15. August 2010

Dachau

Gestern war ich mit Solmaz, die ihre Cousine in München besucht, in Dachau. Oder genauer, wir waren zuerst im Schloss und in der Altstadt und danach in der KZ Gedenkstätte. Wie erwartet ein Ausflug mit zwei Gesichtern.

Hoch über Dachau gelegen hatte man vom Schlossgarten aus eine großartige Übersicht über Dachau (und wäre es sonnig gewesen vielleicht sogar über München und die Alpen). Der Garten selbst war voller Blumen, Obstbäume und schloss an ein kleines Wäldchen an, das nach einigen Wochen des Stadtlebens in München eine schöne Abwechslung war. Ich habe einige Fotos gemacht, aber Solmaz Fotos dürften noch um einiges besser sein, wenn ich sie bekomme.
Dachau selbst ist ein schönes, kleines und hügeliges Städtchen, dass durch diesen Besuch sofort in meine engere Auswahl für eine Wohnung gekommen ist. Zumal es mit der S-Bahn nur wenige Minuten bis zum Marienplatz sind.

Der zweite Teil unserer Exkursion war dann erwarteterweise deutlich ernsthafter. KZ Gedenkstätten lösen bei mir vom Moment des Betretens an eine leicht unheimliche, dunkle Stimmung aus. Ihr Besuch ist der einzige Zeitpunkt, an dem ich mir der Verbrechen des dritten Reiches auf einer tieferen Ebene wirklich bewusst werden kann. Man ist dort in einer Umgebung in der wirklich alles daran erinnert, was genau damals passiert ist. Eine wichtige Erfahrung und eine Erfahrung die man von Zeit zu Zeit wiederholen sollte. Es ist wichtig sich daran zu erinnern, zu was Menschen fähig sein können. Und es ist auch wichtig zu begreifen, dass nichts an den Menschen damals "fundamental anders" ist als an den Menschen heute.

Dienstag, 15. Juni 2010

Der Homo Oeconomicus

Volkswirtschaft ist eine interessante Wissenschaft. Nach welchen Prinzipien die Ökonomien von Staaten organisiert werden ist hochgradig komplex und fasziniert mich seit einiger Zeit.

Grob gesagt, wir die Volkswirtschaft oft als ein System aus Regeln angesehen, dessen Zweck es ist das Wirtschaftsystem eines Staates zu lenken und dadurch bestimmte Ziele zu erfüllen. In den meisten modernen Staaten besteht das Wirtschaftssystem dabei aus einer Ansammlung aus Individuuen, die für ihren eigenen persönlichen Vorteil arbeiten. (Der Versuch, die Individuuen direkt für das Gesamtwohl arbeiten zu lassen hat bekanntermaßen nicht besonders gut funktioniert)

Ein gängiges Modell für das Verhalten dieser Individuuen ist dabei der Homo Oeconomicus, der rational auf seine Eigeninteressen zuarbeitende Mensch. Volkwissenschaftler behaupten dabei nicht, dass der Homo Oeconomicus die Realität wiederspiegelt, sondern dass es sich um eine nützliche Vereinfachung des menschlichen Verhaltens handelt, die hilft das existierende Wirtschaftssystem zu verstehen.

Meiner Meinung ist diese Vereinfachung in vielen Situationen unbrauchbar. Wenn man sich die Situation des einfachen Verbrauchers anschaut wird schnell klar, dass dort das Konzept des Homo Oeconomicus nicht gilt. Der gesamte Wirtschaftszweig der Werbung und des Marketings existiert nur, weil Verbraucher im allgemeinen eben nicht rational, sondern instinktiv handeln. Würden alle Verbraucher stets zunächst Ziele aufstellen und dann den effizientesten Weg zur Erfüllung dieser Ziele verfolgen, so wäre die Werbeindustrie schlicht überflüssig und es würde ausreichen, alle relevanten Fakten in trockener und übersichtlicher Form am zu verkaufenden Produkt auszuweisen. Menschen handeln aber gerade nicht rational und deswegen existiert eine Werbeindustrie, deren einziger Zweck darin besteht uns in der Wahl unserer Ziele und Mittel zu beeinflussen.

Tatsächlich gibt es meiner Meinung nach mindestens zwei allgemeine Probleme mit dem Homo Oeconomicus.

Zum einen erfordert vollständig rationales, bzw. optimales, Handeln zur Erfüllung bestimmter, vorgegebener Ziele, permanent das Lösen äußerst schwerer Optimierungsprobleme. Das Travelling Salesman Problem ist nicht umsonst nach einem Handlungsreisenden benannt, der von seiner Lösung profitieren würde. Da optimale Lösungen für solche Probleme für einzelne Teilnehmer des Wirtschaftssystem nicht oder nur unter unverhältnismäßigem Aufwand zu berechnen sind, müssen sie sich auf Approximationen, oder (wahrscheinlicher) Heuristiken verlassen. In der Tat denke ich, dass Menschen auf dem Wege der Evolution (und Erziehung) mit einer Menge von Heuristiken ausgestattet wurden, die in bestimmten Situationen gute (brauchbare) Lösungen für die anfallenden Probleme liefern. Da sich die Heuristiken aber unter und für bestimmte Umweltbedingungen entwickelt haben, kann eine Untersuchung Schwächen aufdecken. Man kann es nun als Zweck der Werbeindustrie ansehen, solche Schwächen aufzudecken und auszunutzen um das Verhalten der Menschen zu manipulieren. (Vermutlich ist es aber garnicht möglich Menschen effektiv zu informieren ohne diese Heuristiken zu berücksichtigen)

Zum anderen nimmt der Homo Oeconomicus einen wesentlichen Bestandteil des Menschen von der Rationalität aus: Die Wahl seiner Ziele. Das macht natürlich viel Sinn, da es oft unmöglich ist zu sagen ob ein bestimmtes Ziel nun rational ist oder nicht. Es hat aber auch das Problem, dass die Ziele eines Menschen voneinander abhängig sind. Ein Ziel ist oft ein Mittel zur Erreichung eines nächsten Ziels. Ein Mensch kann z.B. das Ziel haben, einen Porsche zu kaufen, damit sie ihre Nachbarin beeindrucken kann. Es hilft hier nicht unbedingt nur die "obersten" Ziele als solche anzuerkennen, da dies oft sehr diffuse Dinge ("Anerkennung") sind.

Zusammenfassend denke ich also, das der Homo Oeconomicus nur in beschränkten Situationen Sinn macht. Es ist vermutlich besser, das Wirtschaftsystem als ein emergentes System anzusehen, das aus den Interaktionein einer Menge von Heuristiken untereinander entsteht.



Montag, 1. Februar 2010

Open Secrets

Es ist der Februar 1917. Die Bibliothekarin der Kleinstadt Carstairs bekommt einen Brief. Ein Soldat in Europa und früherer Bibliotheksbesucher erzählt von seinen Erinnerungen an die Bibliothek.

Über die nächsten Wochen und Monate entsteht eine regelmäßiger Austausch von Briefen, schließlich Fotos und Haarlocken. Bald ist der Krieg vorbei und die Bibliothekarin erwartet sehnsüchtig die Heimkehr des inzwischen zum Geliebten gewordenen Soldaten.

Aber sie hört nichts von ihm und nach einiger Zeit entdeckt sie, dass er in Carstairs geheiratet hat. Und nicht überraschend: Erkundungen ergeben, dass er schon vor dem Krieg verlobt gewesen war.

So beginnt die Geschichte von Louisa, der Bibliothekarin von Carstairs, und auf den nächsten (nur etwa 50) Seiten wird ihr Leben (schließlich verheiratet mit Arthur Doud, dem reichen Fabrikbesitzer von Carstairs) erzählt.

Alice Munro hat insgesamt 8 solche Kurzgeschichten in ihrem Buch "Open Secrets" zusammengefasst und so unterschiedlich sie auch sein mögen (Es geht von einer Frau, die nach Australien zieht, um einem Mann zu folgen, über eine Geschichte einer UFO-Entführung bis hin zur Geschichte eines Mädchens, dass auf einem Ausflug verloren geht.) haben sie alle irgendwo die (fiktionale) Kleinstadt Carstairs in Ontario und die Lebensgeschichten der Protagonistinnen als Inhalt. Dadurch wird ein sehr tiefgehendes und atmosphärisches Bild der Lebensumstände von Frauen im ländlichen Kanada in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gezeichnet.

Dieses Bild hätte ich vermutlich nie gesehen, wäre mir das Buch nicht auf dem Bibliotheksverkauf der Unibibliothek Paderborn in die Hände gefallen. Es lohnt sich also dort hinzugehen und ich bereue es, dass ich vermutlich nicht mehr allzu oft dazu eine Gelegenheit bekomme.

Montag, 11. Januar 2010

Scamming the Scammers?

Eine weitverbreitete Form des Internet-Scams ist der sogenannter 419 Scam, bei dem (oft afrikanische) Betrüger versuchen, gutgläubigen Bürgern durch das Versprechen zukünftigen Reichtums viel Geld aus der Tasche zu ziehen.

Eine Gemeinschaft von selbsternannten Wächtern des Rechts hat es sich zum Ziel gesetzt, diese Betrüger zu bekämpfen indem sie die Scammer ihrerseits an der Nase herumführen und ihnen möglichst viele Stöcke und Steine in den Weg zu legen.

Eine gute Idee?

Auf den ersten Blick ja: Recht kann im Internet oft nicht durchgesetzt werden, weil die Strukturen der Rechtswahrung der einzelnen Nationalstaaten oft völlig ungeeignet sind um gegen Rechtsverstöße, die über das Internet aus anderen Ländern begangen werden, vorzugehen. Und was kann es schaden, wenn eindeutige Betrüger auf amüsante Weise dazu gebracht werden, dem Opfer selbst Geld zu bezahlen oder ihm Photos zu schicken?

Und dann kommt eine Geschichte wie diese:

Follow along in the journey of two pathetic 419 scammers into one of the most violent and desolate places on earth, the Chad/Sudan border, where hundreds of thousands of Sudanese refugees have fled to avoid being killed by Sudanese guerillas.

Man beachte auch das die letzte Mail unseres erfolgreichen Helden:

Hi there Kuku,

How's Antarctica? Remember before when I told you that you were famous? Here's the website that made it all happen.
http://www.419eater.com/html/RoadToChadDarfur

Look, I know that you are probably still a little upset over what happened, but I was wondering if you could do me a HUGE favour. Could you send me your photograph? I never did get one of you and it would help me complete the website. As an extra insentive, I will put in a good word for you with your family, telling them that it is not your fault that Oney is either dead or someone's prison fuck-toy.

Thanks in advance for your cooperation.

Blessings,

Rev. Kuhm Belcher

Und nun fragt man sich: Geht es hier wirklich darum, die Unschuldigen zu beschützen und Betrüger zu nerven? Oder geht es darum eine Entschuldigung dafür zu finden, mit Menschen zu spielen wie mit Puppen und ihnen dadurch jegliches Mensch-sein abzusprechen?

Sonntag, 20. Dezember 2009

Aachen & Maastricht

Nachdem meine Vertiefungsprüfung vor einigen Tagen wie gewünscht verlaufen ist und ich nun (neben meiner Masterarbeit und einer SHK) seit langem wieder etwas freie Zeit habe, habe ich mich über Freitag / Samstag hinweg aufgemacht, meine beste Freundin in Aachen zu besuchen.

Neben Aachener Printen und der Besichtigung des Aachener Kaiserdoms (Aachen ist, genau wie Paderborn eine Kaiserpfalz. Hier wurden die Kaiser des hl. römischen Reiches deutscher Nation allerdings sogar gekrönt) stand vor allem auch ein Besuch im nahen (nur ca. 1h Busfahrt) Maastricht auf dem Plan: Mein erster Besuch in den Niederlanden seit einigen Jahren.

Maastricht ist wie Aachen eine schöne Stadt, die von vielen relativ alten Stadthäusern und den Resten der alten Stadtmauer geprägt wird. Der Maastrichter Weihnachtsmarkt unterschied sich deutlich vom Aachener: Flächenmäßig kleiner, erinnerte er mehr an eine Kirmes, als an einen Weihnachtsmarkt. Es gab unter anderem ein Riesenrad und eine große Rutsche, die ein wenig an eine Rodelbahn erinnerte. Die Stände waren größtenteils Essstände mit einem wilden Mix aus französischer, deutscher und niederländischer Küche. (In Maastricht selbst fielen zudem die vielen englischen Pubs auf).

Kalt und weihnachtlich war es auf beiden Märkten. Der erste Schnne ist genau passend gekommen. Fotos gibt es auch und kommen, sobald ich ausgeschlafen bin.


Sonntag, 6. Dezember 2009

Datenkrake Google?

Nach langer Zeit habe ich mich entschlossen, wieder einen Artikel hier einzustellen.

In den letzten Wochen und Monaten und eigentlich auch schon seit längerem bekomme ich verstärkt den Eindruck, das Google von vielen meiner Kommilitonen vor allem als eine Datenkrake angesehen wird. Teilweise wurde ich nach meinem Praktikum sogar als gehirngewaschen bezeichnet (eine sehr einfache Position: Egal was ich sage. Der Grund ist die Gehirnwäsche. Allerdings übersehen diejenigen, dass ich bereits vor meinem Praktikum von Google überzeugt war).

Ich möchte hier deswegen (und weil viele auch aus Höflichkeit dieses Thema nicht direkt ansprechen wollen) versuchen, ein kohärentes Argument zu formulieren, warum ich diese Bedenken nicht teile. Ich würde mich freuen, wenn in den Kommentaren eine Diskussion über das Thema zustande kommt.

Kümmert sich Google nicht um Privacy?

Google ist immer noch eine junge Firma. Privacy wurde, gerade in den ersten Jahren, noch nicht als ein Kernthema angesehen. Man hatte eine Suchmaschine, dann kam ein Email-Dienst hinzu und schrittweise folgten mehr und mehr Dienste und Services. Privacy war zu diesen Zeiten noch kein großes Thema und wurde in diesem Durcheinander schlichtweg übersehen.

Dies ändert sich zur Zeit. Google hat hier eine Übersichtsseite eingerichtet, auf der sich jeder informieren kann, welche Informationen Google genau über ihn speichert. Außerdem können dort die Datenschutzbestimmungen aller benutzten Services eingesehen werden. Google erklärt außerdem in seinen Datenschutzbestimmungen hier genau, zu welchem Zweck Daten gesammelt werden. Im Hinweis für GoogleMail steht z.B.

Die Computer von Google werten die Informationen in Ihren Nachrichten aus verschiedenen Gründen aus, unter anderem zur Formatierung und Darstellung der Informationen für Sie, zur Schaltung von Anzeigen und verwandten Links, zur Vermeidung von unerwünschten Massen-E-Mails (Spam), zur Sicherung Ihrer Nachrichten und zu anderen Zwecken im Zusammenhang mit dem Angebot von Google Mail.

Man beachte dabei, dass hier von einer Auswertung von Computer gesprochen wird. Menschen schauen sich die Mails ohne weiteres garnicht an.

Auf die Auswertung durch Computer zu verzichten ist illusorisch: Googles Geschäftsmodell ist es, Geld mit dem Schalten von kontextueller Werbung zu verdienen. Der Kontext kann aber nur bestimmt werden, wenn eine Mail ausgewertet werden darf. Auch die Spambekämpfung kann nur effektiv durchgeführt werden, wenn Emails ausgewertet werden dürfen.

Desweiteren wird (selbstverständlich) auch der Verkauf von Daten an Dritte ausgeschlossen:

Auf keinen Fall verkaufen oder vermieten wir Ihre persönlichen Daten oder geben sie auf andere Art an Dritte weiter, außer in den wenigen in den Google-Datenschutzbestimmungen beschriebenen Fällen, wenn wir z. B. glauben, dass dies aus gesetzlichen Gründen erforderlich ist.

Fehler in Datenschutzbestimmungen und Nutzungsbedingungen werden behandelt, wie technische Fehler auch und möglichst schnell behoben. Es ist im Leben allgemein meistens ratsamer Dinge, die durch Fehler erklärt werden können, nicht allzuschnell als Bosheit einzustufen.

Die üblichen Anmerkungen zu diesen Argumenten sind vor allem, dass man ja nicht wissen könne ob Google sich tatsächlich an diese Bestimmungen hält. Dies führt uns zu meinem zweiten Punkt.

Welche Motivation hat Google eigentlich, meine Daten auszunutzen?

Google ist umgeben von einem Schwarm an Medien, die sich auf jeden Fehler, die das Unternehmen macht stürzen werden. Große Medienmogule wie Murdoch sind von Google verärgert und werden sicher keine Panne verheimlichen. Ein Skandal um mißbräuchlich verwendete Daten wäre extrem schlecht für Google: Google verdient mit jedem Klick auf eine Werbeanzeige. Weniger Kunden für Google bedeuten direkt weniger Geld für das Unternehmen.

Stehe ich vor der Alternative, einen Email-Account bei Google oder aber bei einem kleinen Drittanbieter einzurichten, halte ich meine Daten bei Google sogar für deutlich besser aufgehoben. Je kleiner ein Unternehmen ist, desto größer ist die Gefahr, dass es bald von einem der großen Spieler aufgekauft wird. (Viele Start-Ups werden sogar mit dem Ziel gegründet irgendwann für ein paar Millionen aufgekauft zu werden) Wird aber mein Email-Anbieter gekauft, so sind meine Daten plötzlich bei einer dritten Partei, mit der ich vorher nichts zu tun hatte. Ein Risiko das ich minimieren kann, wenn ich mein Konto bei Google, als einer sehr großen und stabilen Firma führe.

Schlimmer noch: Wenn eine kleine Firma sich dazu entscheidet, meine Daten mißbräuchlich zu verwenden, risikiert sie wesentlich weniger als Google, da die Medien dem Skandal nicht im selben Maße Aufmerksamkeit schenken werden. Eine kleine Firma ist meiner Meinung nach deswegen wesentlich unsicherer als Google.

(Es gibt hier sicher noch einige Alternativen die man durchdenken kann, aber ich möchte den Post nicht allzulang werden lassen.)

Abschließende Worte

Ich denke, dass große Firmen (vielleicht sogar speziell große Computerfirmen, denn ein ähnliches Schicksal haben früher auch IBM und Microsoft erlitten) generell schnell das Ziel einer gewissen Art von Paranoia werden. Computerprogramme sind ein wenig wie (die Vorstellung von) Magie: Unheimlich komplex und potentiell sehr mächtig. Computerprogramme die gleichzeitig auf tausenden von Computern laufen und Petabytes an Daten verwalten um so mehr.

Menschen haben Angst vor komplexen und undurchsichtigen Dingen. Deswegen werden große Firmen selbst bei besten Intentionen (Ich bin fest überzeugt, dass sehr viele der Mitarbeiter Googles tatsächlich die Welt verbessern wollen) schnell Ziel einer modernen Form der Hexenjagd: Ohne sich tiefergehend mit der Materie zu beschäftigen werden sie als unheimliche, dunkle Krake dargestellt, die in tiefen Abgründen hockt und nur darauf wartet, alle Daten derer sie habhaft werden kann möglichst gewinnbringend zu verkaufen.

Montag, 12. Oktober 2009

Züri

Züri oder auch Zürich im norddeutschen Dialekt (und norddeutsch ist alles nördlich der Alpen) ist Standort der größten Google Niederlassung im kontinentalen Europa. Und da man als Google Praktikant Zutritt zu allen Google Außenposten hat, entschieden wir, also Leo und ich, uns (vor inzwischen geraumer Zeit) der Stadt einen Besuch abzustatten.

Neben Google gibt es dort den Zürichsee (auf dem wir eine ausgedehnte Bootsfahrt machten), eine wunderschöne, verwinkelte Altstadt und einen Fluß auf dem sogar Boote des öffentlichen Nahverkehrs fahren.

Ich habe die Stadt auch und vor allem als eventuellen zukünftigen Wohnort besichtigt. Zürich ist sehr teuer (und durch den Wechselkurs der überaus nervigen Rappen erscheint es noch teuer), aber auch sehr schön. In der Altstadt stehen unzählige alte, mittelalterliche Gebäude (die Schweiz war in beiden Weltkriegen neutral: Ihre Städte wurden nie zerstört) und unter anderem findet man dort auch das Cabaret Voltaire, die Geburtsstätte des Dadaismus. Nachteil dieser Gebäude: Niedrige Decken und verwinkelte Innenräume. Außerdem vermutlich hohe Mieten und demzufolge würde meine Wohnung eher am Rande der Stadt liegen.

Neben Google gibt es in Zürich auch eine exzellente technische Universität. Falls ich also nicht genommen werde kann es sein, dass ich dennoch für einige Jahre dort ende.

Achja: Fotos

Donnerstag, 23. Juli 2009

Solares Dingsdabums


Was mag das wohl sein? Eine selbstladene, solargetriebene Batterie, mit der man fast alles an batteriebetriebenen Geräten (Handy, Fotoapperat, leider nicht den Mac) aufladen kann. Ein Tag in der prallen Sonne reicht für eine volle Ladung versprechen die Illustrationen der kurzen Anleitung. Zu Schade, dass es hier fast immer regnet oder zumindest bewölkt ist. Alternativ lässt sich das Teil wohl aber auch am USB Port aufladen. Und woher habe ich es?

Freitag, 8. Mai 2009

Psychologisch-philosophisches Gerangel

Freitage sind im Moment bei mir ja völlig mit Philosophie belegt. Das Seminar Handlungen sticht dabei insoweit heraus, dass es ein philosophisch - psychologisches Forschungsseminar ist, also eine kooperation zweier Fachgebiete von denen ich einem garnicht und dem anderen nur halb angehöre.

Heute war die erste 'echte' Sitzung (nach der Einführung und Franz Mechsners Vortrag) der Gruppe: Und fast von der ersten Minute an entbrannte eine heftige und sehr spannende Diskussion um verschiedene philosophischen Aussagen im behandelten Text von Runggaldier und später auch um die psychologischen im Lehrbuchtext von Goschke

Was habe ich daraus mitgenommen?

Zum einen eine Anekdote von Prof. Scharlau: Es gibt verschiedene Motivationstendenzen in Menschen (bzw. es gibt eine Theorie, die sagt, dass es sowas gibt) unter anderem das Machtmotiv und das Leistungsmotiv. Beim Machtmotiv geht es darum, Macht über andere auszuüben, beim Leistungsmotiv darum, seine eigene Leistungsfähigkeit unter Beweis zu stellen.
Nun hat man US Präsidentschaftskandidaten auf diese Motive und damit verbundene Verhaltensweisen untersucht. Und siehe da: Präsidentschaftskandidaten, die eher von ihrem Leistungsmotiv getrieben wurden tendierten dazu, früher ihre Kandidatur aufzugeben, als Präsidentschaftskandidaten, die vom Machtmotiv gelenkt waren. (Das deckt meine eigenen Thesen, und ich habe vor dieses und einige andere Beobachtungen in einem späteren Eintrag nocheinmal auszubreiten)

Zum anderen: Philosophen sind seltsame Gesellen. Es war für sie schwer einzusehen, dass wir unsere Bewegungen auch mit mehr als fünf Sinnen beobachten ("Muss ich beobachten, dass mein Arm sich bewegt, wenn ich ihn bewege?" war der Ausgangspunkt für diese Diskussion) und noch schwerer, dass 'wir' Psychologen Geschehnisse eben nicht physikalistisch (also durch physikalische Gesetze) erklären. Auch das unsere Definitionen oft Arbeitsdefinitionen sind, ist für einen Philosophen neu: Dort wird normalerweise definiert, bevor räsoniert wird.

Der schönste Moment der Debatte war, als ich eine Erwiederung mit den Worten "Ich bin ja kein richtiger Psychologe" anfing und ich laut mit "Aber Sie sind ja einer von uns!" von der Psychologenseite unterstützt wurde.

Sonntag, 26. April 2009

Nachlese

Die Menschen in Island hoffen, dass alles doch nicht so schlimm wird.
Aber vielleicht wird es schlimm, und sie werden sich daran gewöhnen, das ist das eigentlich Schreckliche, sich an die Angst zu gewöhnen, an Stress, an Neid, an Angeberei, an Erwachsenenspielen.

Sie werden beginnen, Anzüge zu tragen und Schlipse, sie werden effektiv werden, und es wird ein Gefälle geben zwischen Arm und Reich, Mann und Frau, Isländern und Ausländern.

Und wenn Sie das Land dann besuchen, mit einer Touristengruppe in einer billigen Hotelkette wohnend, die ganz Island bebaut haben wird, dann werden Sie sich darüber freuen, wie billig die Reise war und wie hübsch die blaue Lagune, in der man im warmen Wasser schwimmen kann.

Die Geysire und die Pferde werden Sie bestaunen, und die Isländer, werden Sie sagen, die sind ja so ein bisschen wie wir, also wie alle. Nein, da ist mir nichts Besonderes aufgefallen.

(Ausschnitt eines Textes von Zeit online)


Wie schön wäre eine Gesellschaft, wäre man nicht dem Zwang ausgesetzt, effektiv zu sein, sondern hätte die Freiheit sich ganz seinen Interessen, exzentrischen Angewohnheiten und Neigungen hinzugeben.

Das ist eigentlich der Traum, dem ich hinterherlaufe. Eine Gesellschaft in der es nicht darum geht zu funktionieren, sondern darum sich selbst auszudrücken.

Aber natürlich ist nichteinmal ganz klar was es heißt "sich selbst auszudrücken". Und natürlich gab es auch im Island vor 3 Jahren genug Stress, Neid und Angeberei. Und natürlich könnte es sein das ich einfach an einem Peter Pan Syndrom leide.

Aber dennoch...

Donnerstag, 23. April 2009

Ein schöner Brauch

Geburstage sind da um sie zu feiern. Aber wie oft kommt es zu Stress, weil man kurz vor dem Geburstag eines guten Freundes kein Geschenk hat und auch keine Idee. Eine schöne Alternative ist es, das Geschenk erst nach (oder vor) dem eigentlichen Feiertag zu schenken: Der Stress des Geschenkebesorgens entfällt und auf der anderen Seite muss man, wenn man denn mal eine gute Idee hat, auch nicht bis zum nächsten Geburstag warten.

Zufällige Beobachtung: Gestern wollte ich mir zur Feier des Tages Pizzabrötchen kaufen und gehe dafür in unsere Stammpizzeria. Während ich warte kommt kein kleines Mädchen vorbei, will eine Pizza Magherita kaufen und legt schüchternst 2€ auf den Tresen. Eine Pizza Magherita kostet aber 2.50€. Sie hat die Pizza dann aber doch bekommen. Nett von Pizzaverkäufer, aber ich wette sie hat auch gelernt, dass es sich für Mädchen lohnt, schüchtern und süß zu spielen (sein).

Montag, 20. April 2009

Stundenplan

Wieder einmal steht die Arbeit der Lektüre von Locke im Weg. Deswegen werde ich hier über meine Arbeit sprechen, genauer: Über meinen Stundenplan. Meine Veranstaltungen dieses Semester sind:

Randomisierte Algorithmen

Eine Vorlesung für das Studium Generale, auf die ich mich sehr freue. Ich habe bis jetzt nur wenig formal mit randomisierten Algorithmen zu tun gehabt, wurde aber immer wieder auf die Nützlichkeit des Zufalls in bestimmten Situationen (gerade zum Aufbrechen von Symmetrie) aufmerksam gemacht. Ich hoffe durch diese Vorlesung kann ich das auf eine vernünftige theoretische Basis stellen.

Seminar: User Centred Design

Usability Engineering aus Psychologensicht. Das Seminar wird vom c-Lab angeboten und ich habe den ersten Termin leider verpasst. Ich hoffe darauf, dass im Seminar empirische Studien vorgestellt werden anstelle von reinen Designideen. Da das c-Lab aber sehr praxisorientiert ist, denke ich, dass es gute Chancen dafür gibt.

Seminar: Erkenntnis und Wahrnehmung im britischen Empirismus

Locke, Baby! Zudem scheint der Dozent vernünftig zu sein und ich werde für den Leistungsnachweis nicht allzuviel tun müssen (ein Referat über die Biographie Lockes, auf das ich mich sehr freue, da ich bis jetzt noch nicht allzuviel zu seinem Hintergrund gelesen habe). Leider wird dort nicht das Orginal des Essays gelesen, sondern eine deutsche Übersetzung der französischen Ausgabe (oder so). Jedenfalls sind die Kapitelnummerierungen dort anders als bei mir.

Seminar: Handlungen

Ein philosophisch / psychologisches Forschungsseminar, das nach einer entäuschenden ersten Sitzung gerade gute Chancen hat gegen das konkretere Seminar zu Fahrerassistenzsystemen rauszufliegen. Allein der Versuch der Definition des Begriffs Handlungen zu Beginn war meiner Meinung nach schon etwas konfus.

Seminar: Algorithmen für sichere verteilte Systeme

Die Veranstaltung, die das Potential hat, mir am meisten Spaß zu machen. Ich werde mich mit verschiedenen Möglichkeiten, SPAM zu entdecken und zu bekämpfen, beschäftigen. Wenn ich Glück habe, kann ich über die TREC und CEAS SPAM Challenges reden, was mir eine Entschuldigung gibt, mehr über Support Vector Machines, logistische Regression und konkrete Anwendung des maschinellen Lernens zu lernen.

Montag, 6. April 2009

Reykjavik 2: Kunst

Am 2. Tag in Keflavik haben wir (in den Zeiten, in denen wir nicht auf Busse warteten, in dem Zusammenhang ist auch das Wort Scatterbrain sehr schön und passend) neben dem Kolaportið Flohmarkt (mit einer riesengroßen Auswahl an isländischen Büchern, ich muss unbedingt isländisch lesen lernen) vor allem verschiedene Kunstgallerien in Reykjavik besucht.

In Kunstgalerien darf man leider meistens keine Fotos machen. Im Hafnarhusio habe ich aber einfach mit der Regel gebrochen und ein paar Fotos der Gemälde von Erro gemacht. Gerade das Bild mit Mao vor der New Yorker Skyline fand ich sehr aufwühlend, erschreckend und auch beeindruckend. Zur Erro Game Gallerie gab es auch eine Anzahl "Bauklötze" mit denen man die dort gezeigten Bilder in der Gallerie nachbauen konnte. Eine interessante Idee, um den Besucher tiefer in die Kunst miteinzubeziehen.

Danach waren wir auch (diesmal ohne Fotos) in der Nationalgallerie. Besonders schön war ein Bild, auf dem einige unleserliche Schriftfetzen recht chaotisch angeordnet waren. Schrift, selbst unleserliche, hat immer etwas magisches, finde ich. Zu einem Zettel, den man zufällig auf der Straße findet und liest kann man sich tausend Geschichten denken. Und es macht Spaß, selber zufällige Zettel zu verteilen und sich auszumalen, was für Gedanken man dabei bei anderen Menschen auslöst.

Auch ein sehr beeindruckend war eine Bilderreihe über einen Performance-Kunst-Akt bei dem sich der Künstler als Statue verkleidet hatte und während einer Ausstellung plötzlich aufstand und ging. Die Statue weckte soviele Assoziationen (Kriegsopfer, griechischer Philosoph, Geist, Marmorstatue eines berühmten Menschen, ...) das es schade ist, nicht dabeigewesen zu sein.

Am Abend bin ich dann nach Keflavik gefahren und habe mich heute über Flugzeug und Bus wieder nach Paderborn vorgearbeitet. Ich vermisse das isländische Wetter, den Wind und die relative Kälte. Aber ich habe währenddessen Egils Sage zuende gelesen, also folgt demnächst noch ein (sogar zwei, da ich mir 101 Reykjavik am Flughafen gekauft habe) Beitrag zu Island.

Mittwoch, 18. März 2009

Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins

Doof it yourself (Link geht auf einen sehr lesenswerten Spiegelartikel) drückt die heutige Zeit gut aus. Es geht nicht mehr darum, was man weiß, wofür man sich interessiert und was die eigenen Überzeugungen sind. Es geht darum, wie man vor anderen gut dasteht.

Und dafür ist den meisten Menschen fast jedes Mittel recht. Und es stört anscheinend keinen. Im Gegensatz: Ein Mensch, der konsequent nur an sich selbst denkt und mit allen Mitteln versucht möglichst viel Macht und Einfluss an sich zu reißen wird nur selten verachtet.

Schwächere Menschen fürchten sich vor ihm... und doch bewundern sie ihn auch, weil er anscheinend für klare Prinzipien und einfache Lösungen steht. Oft wird selbstherrliche Brutalität im weißen Mantel mit Gerechtigkeit verwechselt. Stärkere aber gutmütige Menschen sehen oft ein hilfloses Kind und versuchen die tieferen Gründe hinter dem Egoismus zu sehen. Sie beginnen zu helfen und merken zu spät, dass ihnen der Dolch in den Rücken gestoßen wird.

Ein anderer Zeitungsartikel spricht von der Überbewertung von Selbstbewusstsein in der Schule. Es geht nicht nur um die Schule: Unsere gesamte Gesellschaft ist inzwischen derart auf Selbstbewusstsein und das Ich im Gegensatz zum Gemeinwohl fixiert. Auf unzähligen Seminaren und Lehrgängen wird uns beigebracht, wie wir möglichste eloquent Reden halten, wie wir Texte so schreiben, dass sie mehr Menschen beeinflussen, wie wir Webseiten gestalten, so dass nicht die tatsächliche, sondern die gefühlte Qualität der verkauften Produkte entscheidend ist. Es geht vor allem darum sich zu profilieren.

Es gibt immer weniger Menschen die wirklich etwas bewirken wollen. Und das ist irgendwo schade.

Sonntag, 4. Januar 2009

Zwanzigtausend erste Aufgüsse

Nach längerer Pause habe ich mal wieder Lust zu einem Blogeintrag. Im Moment bin ich bei meinen Eltern in Reken, wo ich unter anderem in den Genuß eines funktionierenden Internets komme (Ich trauere den Tagen in Mountain View hinterher, wo es überall in der Stadt ein funktionierendes Netz gab!).

In der Zwischenzeit ist auch viel passiert: Ich habe (endlich!) Nachtzug nach Lissabon gelesen und außerdem Ghostwritten, eine äußerst interessante Sammlung von Geschichten (Und ich nehme mir fest vor, in den nächsten Tagen über beide Bücher zu schreiben). Außerdem habe ich für zwei Tage London besucht (ungeordnete Photos hier). Ich glaube London ist ein guter Platz zum Leben: Ich mag das Gefühl durch die Straßen dort zu gehen, die vielen Pubs, die Tatsache das dort viel weniger gehupt wird als in Paris...

Zu guter letzt ist auch unsere Projektgruppe endlich gestartet. Im Moment sind wir gerade dabei, den Robotersimulator zu implementieren: Eine Aufgabe, die mir im Moment viel Spaß macht, weil es das erste Mal ist, dass ich in der Uni versuche ein Softwareprojekt "richtig" umzusetzen (mit einem vernünftigen Team, vernünftigem Designprozess, Unit Tests...). Programmieren macht einfach unglaublich Spaß...

Samstag, 22. November 2008

Winterzeit


Hier liegt inzwischen der erste Schnee :-)

Samstag, 15. November 2008

Burning Rom

Ich sitze hier so im Bibofoyer und erfreue mich an der Vielfalt des Internets (zuhause habe ich derartigen Luxus ja nichtmehr). Plötzlich tritt eine IBS Studentin auf mich zu und will ihre Masterarbeit auf CD gebrannt haben.

Solch einem Wunsch komme ich natürlich auch bei fremden Personen gerne nach... Nur: Wäre ich ein böser Mensch könnte ich mit ihrem Namen, Matrikelnummer, Telefonnummer, Addresse, ... sicherlich eine ganze Menge böser Dinge anstellen...

Leute gibts...

Dienstag, 11. November 2008

Theorem 1577677334377

Eigentlich schreibe ich ja nichs über Bücher, bevor ich sie fertighabe... ...aber, folgender Spruch hat gestern meinen Tag gemacht:

But if the paper was very long, we might reach Theorem 1577677334377; then further on in the paper, we might find ...hence (applying Theorem 1577677334377) we have ....

Sonntag, 2. November 2008

Forschungarchäologie

Für das Seminar Wissensbasierte Systeme brauche ich ein Forschungspapier. Von 1973.

Der Prozess um an ein solch altes Papier zu kommen ist sogar relativ problemlos: Man sucht sich die Nummer und den Band des Journals auf den Websiten der Unibibliothek heraus, sagt sie den Mitarbeitern und die machen dann eine Magazinbestellung (und in meinem speziellen Fall findet man ein paar Minuten später ein Buch, das den fraglichen Artikel nachgedruckt hat).

Nur: Die Informatik ist ein sich schnell entwickelndes Fachgebiet und im Gegensatz zu Altgriechisch sind die Informationen aus frühzeitlichen Quellen oft überholt. Was für neue Erkenntnisse wird mir ein derart betagtes Papier also bieten?

Samstag, 11. Oktober 2008

Kleinvieh macht auch Mist...

... wäre eine passende Überschrift für die letzten Tage: Nachdem ich zunächst dachte mit dem Umräumen der Möbel das gröbste Überstanden zu haben musste ich mich nun damit bechäftigen, alle meine Bücher, Studienunterlagen und allen restlichen Kleinkram in meine neue Wohnung zu schaffen: Eine lange und anstrengende Aufgabe, zumal ich nur ein kleines Auto hatte und jedesmal in meiner alten Wohnung in den 4. Stock steigen musste. Deswegen bin ich auch froh heute mit dem allermeisten fertig zu sein (Natürlich geriet ich bei der Heimfahrt mit dem Auto noch in einen Stau, aber wenigstens konnte ich dort einen sehr schönen Sonnenuntergang betrachten und außerdem finde ich es schön, Nachts über die Autobahn zu fahren).

Außerdem habe ich Abknallen von Friedrich Ani durchgelesen: Ein sehr spannender Krimi, in dem der Täter sehr menschlich (bzw. einige der Opfer recht unmenschlich) dargestellt werden. Für meinen Geschmack gab es zwar ein paar viele unwichtige Nebenfiguren, aber ich war trotzdem so an das Buch gefesselt, dass ich die zweite Hälfte in einem Rutsch durchgelesen habe.