Posts mit dem Label San Fran werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label San Fran werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 5. Juli 2008

Raketen im Nebel

Gestern war Independence Day, ein Tag der hier traditionell mit beeindruckenden Feuerwerken gefeiert wird.

So auch in San Fran: Punkt 21:30 wurde eine beeindruckende Anzahl von Raketen in den beeindruckend dichten Nebel geschossen. Die gesamte Beeindruckentheit des Feuerwerks wurde schon durch die beeindruckenden Geräusche der im Nebel explodierenden Raketen deutlich. Zu dem färbte sich der Nebel von Zeit zu Zeit in beeindruckenden Farben: Rot, orange blau und von Zeit zu Zeit sah man einzelne Leuchtkörper in den beeindruckend wenig Lücken im Nebel.

Eine beeindruckende Verschwendung von Geld, mussten wir sagen. Dafür gibt es aber hier beeindruckende Fotos vom Ereignis.

Sonntag, 8. Juni 2008

Angel Island

Heute haben Neha, Ashish, Florian und ich Angel Island besucht: Einen Statepark auf einer Insel vor der Küste San Frans.

Neben ein paar Fotos die die Insel besser beschreiben als ich es je könnte, war vor allem bemerkenswert, dass ich zum erstenmal ein Auto für diese Reise ausgeliehen habe und selbst gefahren bin.

Durch San Francisco zu navigieren war eine Herausforderung (vor allem wegen der Einbahnstrassen) und die Parkplatzsuche in Tiburon, von wo die Fähre nach Angel Island ging auch. Aber es war auch ein Grossartiges Gefühl, selbst über die Golden Gate Bridge zu fahren (genauso schoen und komplett anders als zu Fuss drüberzulaufen).

Wieder zurück in Mountain View im Gespräch mit Neha überraschend übereinstimmende Ansichten über Menschen:

Sobald Menschen, denken "auf gleicher Ebene" zu stehen oder miteinander im Wettbewerb stehen, fangen sie an die Gesten und Verhaltensweisen des jeweils anderen zu spiegeln (vor allem, wenn sie Erfolg versprechen).

Wenn in einer Gruppe aus "gleichen" einer Erfolg damit hat, sich durch aggressives Verhalten Aufmerksamkeit zu sichern, dann werden andere bald sein Verhalten imitieren. Ein rechtzeitiges ignorieren des aggressiven Menschen kann manchmal Wunder wirken (aber nur, wenn niemand anderes ihm Aufmerksamkeit gibt, was leider allzuselten vorkommt).

Montag, 2. Juni 2008

Cupcake Festival und jüdische Musik

Heute bin ich mit Greg zum Cupcake Festival nach San Fran gefahren, hauptsächlich weil ich wissen wollte was ein Cupcake Festival ist.  

Nun. Ein Cupcake ist tatsächlich genau was man sich darunter vorstellt: Ein kleiner Kuchen.
Leider hatten die Veranstalter des Festivals in ihrer unbegrenzten Weisheit darauf bestanden die Regeln für das Mitbringen von Cupcakes sehr restriktiv zu gestalten (Aus der Eventbeschreibung sinngemäß: "Wenn jeder 12 Cupcakes mitbringt, haben wir bei 10 Leuten schon 120 Cupcakes!! Wer soll das den essen??"), so das es leider keine Cupcakes mehr gab als wir ankamen. Außerdem war das Festival nicht etwa unter freiem Himmel an Tischen wie ich es mir vorgestellt hatte, sondern in einem kleinen engen Raum mit Massen an Menschen, die kostenlose Cupcakes wollten. 

Zudem war Greg mir unsympathisch: Sein Hauptgrund für den Besuch des Festivals war die Suche nach jungen, attraktiven Frauen und er war weder an richtigen Gesprächen (mit mehr als einer Meinung) noch an sonstetwas anderem wirklich interessiert.

Gerettet wurde der Tag dann von Matt und David, die beide auch zum Cupcake Festival gekommen waren. Bei einem Gespräch im Subways habe ich dann von einem guten Texteditor für den Mac erfahren (Textwrangler, der hoffentlich bald meinen Standart Texteditor ersetzt) und von einem Spiel, dass den Israel-Palästestina Konflikt simuliert: Peacemaker

Danach bin ich in den Buerba Gardens über ein jüdisches Fest gelaufen. Bands haben gespielt (ich mag hebräische Musik, sie hat oft etwas sehnsüchtiges) und ich habe mir das Album "The Idan Raichel Project" gekauft,  aber die Musik dort ist nicht so gut wie die auf dem Konzert. Der Instrumentalpart ist zu schwach.

Sonntag, 27. April 2008

Ich will Kekse!

"Twelve Cookies please."

  "How many ?!"

"Twelve"

  "Three?"

"Twelve!"

Es ging (natürlich) um die Subway-Cookies, von denen ich einen kleinen Vorrat für heute abend und morgen erwerben wollte. Nur das die Bedienung wohl nicht wirklich glauben konnte, dass ich tatsächlich vorhabe 12 Cookies zu essen.

Heute haben Han, David und ich versucht mit dem Fahrrad nach San Fran zu fahren. Dabei habe ich folgendes gelernt:

1. San Fran ist weit weg
2. Es gibt auf dem Weg dorthin Hügel und zwar nichtmal wenige
3. Nicht alle Wege führen nach San Francisco
4. Auch auf Wegen, die nicht nach San Fran führen, sind Hügel

Ich habe irgendwann aufgrund akuter Untrainiertheit aufgegeben und bin stattdessen nach Stanford gefahren (die Universität dort ist noch schöner als Berkeley, siehe Fotoalbum) und dann mit dem Caltrain zurück nach Mountain View. Han und David wollten versuchen doch noch nach San Fran zu kommen. Ich hoffe sie sind inzwischen dort.

Die Landschaft um Mountain View ist übrigens wirklich beeindruckend, sobald man aus dem unmittelbaren Valley raus ist fährt man durch grüne Hügel mit guter Aussicht (und, man will es nicht glauben, guten Radwegen).

Gestern war auch eine weitere Intern Party / Spieleabend bei dem ich aber nichts getrunken habe. Siedler wurde gespielt (die amerikanische Version sieht verwirrend anders aus, aber wenigstens hatten wir Holzfiguren) und Fluxx...


Montag, 31. März 2008

The Counterfeiters

"Hey, wenn du so auffällig unauffällig rumstehst, fällst du auf"

Jerome und ich waren heute in San Fran im Kino und wir haben "The Counterfeiters" (dt. "die Fälscher") gesehen. Ein Film über eine deutsche Geldfälschoperation im großen Stil, die von KZ-Häftlingen durchgeführt wurde. Da Filme in den USA anscheinend nicht übersetzt werden, war der Film auf deutsch mit englischen Untertiteln (schon etwas seltsam, in den USA einen deutschen Film zu schauen).

Der Film war sehr gut: Die Charaktere waren sehr gut gezeichnet (man verstand ihre Motivationen und Handlungen immer und es "passte" alles) und es wurde einem gut klargemacht, in was für einer Umgebung sie lebten (dadurch, dass diese Häftlinge für die Deutschen so wichtig waren, wurden sie deutlich besser behandelt als der Rest. Man hat also immer aus dem Blickwinkel der Fälscher das "Leben" im KZ betrachtet). Eine der ergreifensten Szenen war folgende:

Einer der Fälscher hatte Frau und Kinder verloren und brachte sich -kurz nachdem die Deutschen am Ende des Krieges aus dem Lager geflüchtet waren- um. Der Hauptcharakter -Salomon Sorowitsch- ist tief getroffen und will den Toten nach draussen tragen. Als er die Unterkunft, in der die Fälscher lebten, verlässt und ins eigentliche KZ geht sieht er dort überall Tote in den Gassen liegen. 

Bei diesen Bildern kann man vielleicht erahnen, wie die Wirklichkeit dort ausgesehen haben muss.

Freitag, 28. März 2008

San Fran again...

Heute war mein CDS Orientierungsseminar in San Francisco und ich habe dort ein paar andere Googler getroffen, die meist in ihrer ersten und zweiten Woche waren. So wie es sich anhört ist das Leben dort wirklich sehr gut mit kostenlosem Essen, sogar kostenlosen Massagen, frei wählbaren Arbeitszeiten (solange man seine Aufgaben erledigt), etc.

Jerome war gerade noch bei mir und vielleicht ergibt sich auch eine Gelegenheit, dass er mir noch vor Dienstag Google zeigt. Er war zweimal beim Summer of Code dabei (Freenet Project - ein sehr interessantes Open Source Projekt) und macht gerade seinen Master. Sein Praktikum macht er im Internationalisierungsteam, das sich um die Übersetzung von Google Produkten in andere Sprachen kümmert. Ich habe auch viel über die erste Phase in Google erfahren, die mir nun bevorsteht (Dokumente ausfüllen vor allem. Er meinte auch, dass man in den ersten Wochen kaum eine Zeile Code schreibt, aber das habe ich mir selbst auch schon gedacht).

Nach dem Seminar habe ich das Museum of Modern Arts und Downtown San Fran besucht (mit Fotogallerie. Im Museum durfte man leider nicht fotographieren). Das beeindruckentste im Museum war eine Fotogallerie von An-My Le, einer vietnamesische Fotografin, die Fotos von "Reenactments" des Vietnam Krieges und vom Training der amerikanischen Truppen für Afghanistan gemacht hat. Die Reenactments sind eine interessante Sache: Dort treffen Waffennarren und ähnliche Personen auf ernsthafte Geschichtswissenschaftler, die ein "Gefühl" für das Leben im Krieg bekommen wollen. An-My Le wurde sogar gefragt, ob sie die Rolle eines Soldaten der Gegenseite übernehmen will und hat nicht abgelehnt. Welche Gefühle sie dabei wohl gehabt hat? Dadurch, dass die Fotos schwarz weiß gehalten sind gewinnen sie jedenfalls einen fast historischen Charakter. Sehr bemerkenswert auch, wie jung die "Soldaten" manchmal erschienen.

Auch sehr schön fand ich ein Bild in der Paul Klee Gallerie (aber nicht von Paul Klee): Ein fast weißes Blatt Papier mit einigen Wasserfarbenflecken auf dem, etwas unsicher, ein Pfeil gemalt war, der nach schräg oben zeigte. Normalerweise mag ich abstrakte Kunst nicht so, aber mit diesem Bild konnte ich doch viel verbinden.

Dienstag, 25. März 2008

San Francisco und AMES

Gestern habe ich San Fran besichtigt. Von meinem Hostel aus bin ich zunächst zur Fishermens Wharf gelaufen, die zu diesem Zeitpunkt noch ausgestorben war (als ich später nocheinmal vorbeikam, war sie völlig überlaufen). Dort habe ich die Seehunde und Alcatraz photografiert (Photos kommen bald :-)), dann bin ich mit dem Bus zur Golden Gate Bridge gefahren. Die Golden Gate Bridge fand ich sehr beeindruckend: An beiden Seiten der Brücke ist ein kleiner Park der abseits genug von der Strasse ist um ruhig zu sein und von wo man die Brücke sehr gut sehen kann und ihre ganze Größe wahrnimmt (einen guten Eindruck von der Größe bekommt man, wenn ein großes Containerschiff unter der Brücke durchfährt und plötzlich ganz klein aussieht). Auf der Brücke ist es durch den Verkehr relativ laut und man fühlt ständig das vibrieren des Bodens und hört, wie das Metall arbeitet. Und man hat einen hervorragenden Ausblick auf den Bay und San Fran. 

Nach der Wanderung über die Golden Gate Bridge bin ich weiter zum Golden Gate Park und dort speziell den Japanese Tea Garden, ein wunderschöner Garten, der leider relativ überlaufen war. Bei einem grünen Tee (milder Geschmack, helle Farbe, kein Geruch, relativ viel Koffein, als Gesamtnote würde ich eine 4 geben) konnte man aber doch spüren, welchen Eindruck der Garten machen muss, wenn er menschenleer wäre.

Als letzten Punkt meines San Fran Aufenthaltes war ich im City Lights Bookstore und kann nur sagen: So muss ein Bücherladen aussehen. Auf drei Stockwerken wurden hier Bücher in engen Gängen auf Regalen präsentiert, dass man ständig versucht war eines herauszunehmen und zu lesen... Das oberste Stockwerk war nur für Poesie. (Einige Gedichte hangen aus, ich fand "democracy" von Charles Bukowski sehr schön) leider habe ich keine Fotos gemacht, da mir der Rucksack samt Fotoapperat am Eingang abgenommen wurde.

Heute bin ich dann weiter nach Mountain View. Man merkt deutlich den Unterschied zwischen dem lebhaften und chaotischem San Fran und dem Vorstadtgefühl von Mountain View. Morgen werde ich mir ersteinmal ein Fahrrad kaufen müssen, da die Wege hier doch sehr weit sind und im Vergleich zu San Fran das Nahverkehrsnetz recht schlecht (aber immerhin vorhanden). Ich habe erste Probleme damit gehabt etwas zu essen zu bekommen (die "Supermärkte" die ich bis jetzt gefunden habe, verdienten diesen Namen nicht und hatten nur schlechtes Fertigessen, habe dank Google Maps aber nun einen größeren Supermarkt gefunden, der in Fahrradreichweite sein sollte). Da ich hier bei der NASA bin, kann ich auch nicht über das Google WiFi Netz ins Internet sondern muss das Netz der NASA benutzen, dass etwas restriktiver ist (nur http / https ). Die Unterkunft hier ist sowiso komisch: Kein Schreibtisch oder ähnliches, nichtmal warmes Wasser in der Dusche (argh.) dafür aber ein Putzservice, ein großer Kühlschrank auf dem Zimmer und ein Swimming Pool vor der Nase. Auf der Basis ist auch ein Mc Donalds... und ein fahrender BBQ-Mann... und sonst keine Möglichkeit etwas zu essen...

Sonntag, 23. März 2008

Guten Morgen aus San Fran

Ich bin nun (endlich!) in San Fran angekommen. Beim Fliegen hatte ich Glück: Nicht nur ein Fensterplatz sondern daneben der Platz ist auch noch frei... ein ganz ungewohntes Gefühl des Komforts im Flugzeug. Auf dem Platz zum Gang hin war dann ein Motorradhändler aus Fulda, der mir viel erzählt hat. Er fliegt nach Kalifornien um die Route 66 zu befahren und kann vielleicht 3 Worte Englisch... hat 2 Söhne in meinem Alter, die nun Ausbildung machen und eine Tochter von der er meinte "die tut nichts" (im Sinne von "sie ist faul"). Hat die Bildzeitung gelesen ("Da ist nur Quatsch drin, aber für 60 Cent kann man sich das antun") und über Vegetarier geredet (Wir waren sogar ähnlicher Meinung, was Fleischfabriken und Chemie in Tieren angeht). Wollte die Telefonnummer der Stewardess haben und hat viel Whisky getrunken... sah am Ende auch etwas fertig aus... . Hm... auf der einen Seite mag ich aufdringliche Menschen nicht, auf der anderen Seite merkt man wie sie denken und welche Einstellungen sie haben.

Vom San Franciso International bin ich dann mit einem Shuttlebus zum Green Tortoise Hostel, zusammen mit zwei Materialwissenschaftlern aus Jülich (einer hatte in Paderborn Physik studiert) und einem Materialwissenschaftler woandersher (alle wollten zur MRLS Konferenz oder so).

Bilder aus dem Hostel und vom Flug folgen... das WLAN hier ist langsam. Ich werde mir die Zeit bis zum Frühstück nun mit der Planung des Tages vertreiben...

Donnerstag, 13. März 2008

Planungen

Ich habe mich heute durch das Chaos des amerikanischen Nahverkehrssystems geschlagen und meine Ankunft in San Francisco geplant... . Allem Anschein nach ist das Nahverkehrsystem da aber schon relativ gut ausgebaut, es sind nur ungefähr tausend unterschiedliche Anbieter von Bussen, Bahnen, Strassenbahnen am Werke und etwas schwer, das zu koordinieren. 

Der Plan sieht nun so aus, das ich am 22. per Shuttlebus in mein Hostel fahre, dann am 23. San Fran erkunde und am 24. per Caltrain nach Mountain View weiterreise, wo ich mir möglichst schnell ein Fahrrad besorgen werde. Ich bin auch froh, dass ich meinen internationalen Führerschein habe und notfalls ein Auto werde mieten können.

Für meinen Tag in San Fran habe ich folgendes geplant:

1. Die Golden Gate Bridge besichtigen und möglichst einmal drüberlaufen

2. Den Golden Gate Park und den Japanese Tea Garden besuchen

3. Den City Lights Bookstore besuchen und an Jack Kerouac denken... zum Glück ist der fast direkt bei meinem Hostel

4. Das San Francisco Museum of Modern Art... ich habe noch nie ein Kunstmuseum von innen gesehen und freue mich schon...

Ein seltsames Gefühl aus Nervösität und Vorfreude habe ich im Moment... mal schauen, wie das Leben dort aussehen wird


Mittwoch, 12. März 2008

Test Test Test....

Hallo Welt,

in diesem Blog möchte ich zukünftig über meine Reise nach Kalifornien und meine Erlebnisse und Erfahrungen dort berichten... der Flug nach San Fran geht am 22.3. es ist bis dorthin also noch etwas Zeit... Zeit die ich heute nutzen werde, meine Reisepläne für die ersten Tage in San Fran und Mountain View zu planen.

Vorgestern bin ich, passend zum Thema, auch mit "On the road" von Jack Kerouac fertiggeworden, dass das Amerika der 40er aus der Perspektive der Beat-Generation beschreibt... Drogen, Jazz, Gedichte und das ständige hin- und herreisen zwischen New York, Denver und San Fran... das ständige Geldproblem und ein äußerst spontanes und verrücktes Leben... nicht wie ich mein Leben verbringen will, aber ein sehr interessantes Leben :-)

Ich versuche mal einen Link zu meiner Google Books Bibliothek anzuhängen in der ich eine Liste von empfehlenswerten Büchern aufrechterhalten will...