Montag, 23. Juni 2008

Lufttauchen

From now on the number of starts you did with an airplane will always be one bigger than the number of landings.
 (Mein Instruktor)

Ich bin heute aus einem Flugzeug gesprungen. In 13.000 Fuß Höhe.

Ich muss sagen es ist ein beeindruckendes Gefühl im freien Fall mit 150 Meilen pro Stunde dem Boden entgegenzukommen. Es wirkt unreal und man hat nicht wirklich das Gefühl zu fallen sondern eher das man über der Landschaft schwebt und einem ein starker Wind ins Gesicht bläst.

Und dann geht der Fallschirm auf und man hat 5 Minuten des Gleitens und Beobachtens, sieht den Flughafen langsam näher kommen, sieht die anderen unter sich (da ich lange gleiten wollte sind wir als letzte gesprungen) und spürt die Luft um sich herum. Es ist wunderschön.

Direkt vor dem Absprung, als wir im Flugzeug saßen und ich meine Angst bemerkte kam mir ein interessanter Gedanke: Die Angst vor dem Absprung ist genau dieselbe, wie die Angst vor einer mündlichen Prüfung. Nicht mehr nicht weniger. Genauso habe ich mich vor der Prüfung für Spieltheorie gefühlt.

Ich weiß nicht, ob es anderen genauso geht, aber ich kann Angst nicht unterdrücken und sie wird auch nicht mit der Zeit weniger. Aber ich kann sie überwinden und wenn die Angst vor einem Fallschirmabsprung nicht anders ist wie die vor einer mündlichen Prüfung, dann stehen mir viele Tore offen.

(P.S. : Fotos hier, aber man darf keine Kamera mit ins Flugzeug nehmen...)

Sonntag, 22. Juni 2008

Praktikumszeugnis

In Deutschland ist es üblich nach einem Praktikum ein Praktikumszeugnis zu bekommen. Diese Praktik ist hier (leider oder Gott sei dank?) fast unbekannt (stattdessen gibt man References: Kontaktinformationen eines Mitarbeiters oder Vorgesetzten der auf Anfrage Auskunft gibt.).

Mein Host hatte also keine Ahnung wie man soetwas schreibt. Und die Vielzahl an mit gTranslate übersetzten deutschen Seiten zu Praktikumszeugnissen hat uns eine heitere halbe Stunde verschafft ("Durch seine Geselligkeit trug er zur Verbesserung des Betriebsklimas bei" bedeutet, das er oft betrunken war?) 

Letztendlich führt die deutsche Vorschrift, das nichts Negatives in einem Praktikumszeugnis genannt werden darf nur dazu, das eine neue Sprache entsteht, die außenstehenden ersteinmal beigebracht werden muss.

Und mein Image als direkter Deutscher leidet.

Donnerstag, 19. Juni 2008

Final Presentation - Update

Der Vortrag ist gut gelaufen. Ziemlich gut sogar...

Ausserdem habe ich nun eine genehmigte Zusammenfassung meiner Arbeit hier, die ich anderen "da draussen" erzählen darf, die ich aber nicht ins Blog stellen will. Wer interessiert ist kann fragen.

Final Presentation

Ist morgen schon. Und ich sitze hier noch zusammen mit einem grünen Tee vor meinen Schreibtisch und bastele...

Wie schön wäre es doch, könnte man selektiv seine Gedanken veröffentlichen.

Nie mehr präsentieren...

Dienstag, 17. Juni 2008

Fotos

Die Fotos vom Roadtrip nach Lake Tahoe sind da... 

Montag, 16. Juni 2008

Lake Tahoe: Echo Lake Trail, Smaragd Bay und Harrahs Kasino

Operas are the chickflick version of theatre

(Kommentar auf dem Echo Lake Trail)

Die letzten zwei Tage waren Kripa, Karthik, Balaji und ich unterwegs nach Lake Tahoe an der Grenze zwischen Kalifornien und Nevada.

Die Autofahrt selbst dauerte ungefähr 5 Stunden (aber es war einer der beeindrucksten Roadtrips, die ich hier hatte: Zu Beginn gingen die Highways schnurgerade durch hügeliges Gelände und später wanden sie sich die Berge zu Lake Tahoe hoch) und als wir gegen 16:00 in South Lake Tahoe ankamen (wir haben übrigens im Vagabond Inn dort übernachtet) blieb kaum noch Zeit für eine kurze Paddelbootfahrt am Strand entlang und dann einen kurzen Abstecher zum Emerald Bay (den ich besser durch Fotos beschreibe) mit einem Abendessen am See (Waldorfsalat und zudem sehr lecker gemacht. Außerdem ist es sehr vorteilhaft mit Indern zu essen: Sie sind zu 90% auch Vegetarier).

Danach ging es dann ins Kasino, wo ich Menschen zuschauen durfte, die geistlos vor Slotmaschinen saßen (wie kann man stundenlang vor einem Automaten sitzen und nur einen Knopf drücken? Karthik hat es aber richtig gemacht: Da während des Spielens die Getränke umsonst sind dürfte er deutlich im Plus sein). Einige interessantere Spiele gab es auch (BlackJack und verschiedene Pokervarianten), aber das interessanteste war es, die Menschen zu beobachten (der Großteil vermutlich Touristen, einige verbissene Spieler und die aufgedonnerten Mädchen, die vermutlich das einzige Spiel mit positivem Erwartungswert spielen: Fange den großen Gewinner)

Heute morgen sind wir dann den Echo Lake Trail bis nach Tamarack gewandert. Und dabei habe ich meine nächste Buchempfehlung bekommen: Ein Buch über einen Menschen, der mit einem Zoo von Australien nach Kanada reist, dessen Schiff sinkt und der sich mit einem Zebra und einer Hyjene in einem Rettungsboot wiederfindet. Ich muss nur noch Balaji nach dem Titel fragen... (meine Rückempfehlung waren Bücher von Paul Coehlo, von dem er nur den Alchemisten mal gesehen, aber nie gelesen hat)

P.S. : Fotos kommen sobald Picasa und das NASA Wifi mir wohlgesonnen sind

Samstag, 14. Juni 2008

Cleaning up

Late Lights in Minnesota

At the end of a freight train rolling away,
a hand swingin a lantern.
The only lights left behind in the town
are a bulb burning cold in the jail,
and high in one house,
a five-battery flashlight
pulling an old woman downstairs to the toilet
among the red eyes of her cats.

(Ted Kooser)

Langsam wird es hier Zeit aufzuräumen. An der Arbeit bereite ich meine Abschlusspräsentation vor (Ein organisatorischer Großaufwand, da eine Videokonferenz zwischen Indien, Mountain View und Zürich) und schreibe Berichte (natürlich habe ich viel zu spät an den CDS Abschlussbericht gedacht), privat werden die letzten Ausflüge geplant (und vielleicht auch ein Abschlussessen?).

Es ist seltsam wie die Zeit gleichzeitig lang und kurz erscheint. Der Praktikumsbeginn ist eine Ewigkeit her und ich habe das Gefühl mich deutlich verändert zu haben. Aber gleichzeitig ist die Zeit hier extrem schnell verstrichen. Kaum mal ein grauer Tag der nicht verstreichen wollenden Minuten und nie das Gefühl nichts tun zu können oder zu wollen.

Wie sich wohl die Welt "zuhause" verändert hat ?