Ein Teamevent gleich am Anfang. Das Praktikum begann Mittwoch mit einer Canyoning Tour im österreichischen Landeck, gute 2 Stunden mit dem Bus von München entfernt. Canyoning ist eine interressante Erfahrung: Ziel ist es, im Wetsuit einem kleinen Fluss oder Bach durch eine Schlucht flussabwärts zu folgen. In unserem Fall teilweise im strömenden Regen.
Solange man in Bewegung bleibt wird es einem dabei interessanterweise nicht kalt, der Wetsuit isoliert also sehr gut. (Wartet man aber gerade auf das nächste Abseilen wird es schon ein wenig kühl. Ich war froh, dass am Ende unserer Tour die Sonne rauskam und uns aufwärmte) Das Canyoning selbst besteht dabei hauptsächlich aus vier Teilen: Laufen durch den Bach, Springen, Rutschen und Abseilen. Die ersten drei davon haben mir viel Spaß gemacht (gerade das Rutschen. Ich hätte auch nicht gedacht, dass ich mit den schweren Schuhen so gut schwimmen kann.), während das Abseilen nicht so toll war. Es ist schon eine eigenartige Erfahrung, nur von jemand fremden gesichert an einem Berg zu baumeln.
Ein Teamevent ist, wie der Name schon sagt, gut, um das Team kennenzulernen und ich habe mir einen guten Überblick verschaffen können.
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Freitag, 17. Juli 2009
Samstag, 4. April 2009
Island Tag 1: Bifröst
Während wir hier gerade unseren jeweiligen Kater auskurieren bleibt Zeit für einen Blogeintrag.
Gestern über war ich Morgens und am frühen Nachmittag (Sontje musste heute noch arbeiten) in der Umgebung von Bifröst, an einem zugeforenen See und auf einem nahen Vulkan. Ich habe auch von beidem Fotos gemacht. Gerade der Vulkan war sehr beeindruckend: Man konnte auf die Kraterwand klettern und dort oben dann um den Krater herumlaufen und hatte gute Aussichten in den Krater und auf Bifröst (auf den Fotos ist übrigens wirklich ganz Bifröst zu sehen). Es wehte eine ziemlich steife Brise und auf dem Kraterrand musste man aufpassen, nicht weggeweht zu werden... zumal der Abstieg über einen kleinen Schotterpfad (der Berghang besteht ja aus losem Lavagestein) entlangging, auf dem teilweise noch Schnee lag... interesting times... .
Am späten Nachmittag sind wir dann zu einem nahen Wasserfall und am Fluss entlang getrekkt. Fotos davon existieren, sind aber noch nicht online. Heute werden wir uns um 14:00 aufmachen und mit dem Bus nach Reykjavik fahren (leider kamen wir nicht an ein Auto, deswegen keine Geysire).
Der Name "schwarze Insel" passt ganz gut zu Island: Überall sieht man das schwarze Lavagestein (Proben sind bereits im Gepäck). Nur im Winter wird es eine weiße Insel.
Dienstag, 28. Oktober 2008
Der Nachteil von hohen Wohnungen
ist das man ganz oben wohnt. Das klingt jetzt vielleicht trivial, aber dadurch hat jeder Mieter, der unter einem wohnt die einmalige Gelegenheit, das Telefonkabel (das nach oben führt) zufällig zu zerstören.
Wie bei uns geschehen: Der Telekom Techniker hatte sich für zwischen 8:00 und 12:00 angekündigt, kam dann um 13:00, fand den Eingang mit telefonischer Hilfe gegen 13:15 und die Wohnung gegen 13:20. Ging gefühlte 10 Mal mit mir von der Wohnung in den Keller und zurück, stellte fest, dass unser Kabel unten nicht ankommt, ruinierte unsere Tapete, konnte keine Lösung finden und ging.
Jetzt sagt er Versatel bescheid, die dann entscheiden müssen, was sie tun. Ich vermute in den nächsten 20 Jahren wird dann ein Plan ausgearbeitet, der uns in 25 Jahren zur Begutachtung vorgelegt wird.
Internet haben wir jedenfalls die nächste Zeit nicht.
Wie bei uns geschehen: Der Telekom Techniker hatte sich für zwischen 8:00 und 12:00 angekündigt, kam dann um 13:00, fand den Eingang mit telefonischer Hilfe gegen 13:15 und die Wohnung gegen 13:20. Ging gefühlte 10 Mal mit mir von der Wohnung in den Keller und zurück, stellte fest, dass unser Kabel unten nicht ankommt, ruinierte unsere Tapete, konnte keine Lösung finden und ging.
Jetzt sagt er Versatel bescheid, die dann entscheiden müssen, was sie tun. Ich vermute in den nächsten 20 Jahren wird dann ein Plan ausgearbeitet, der uns in 25 Jahren zur Begutachtung vorgelegt wird.
Internet haben wir jedenfalls die nächste Zeit nicht.
Samstag, 4. Oktober 2008
amnesty Konzert
Melodischer Punkrock, alternative Rock und groovende Rythmen: Das
Benefizkonzert der amnesty international Gruppe Paderborn kann sich
sehen lassen. Am 04.10. werden ab 20:00 in der Cafete der
Kulturwerkstatt Paderborn die Bands Best Before Today, Crash Casino,
Gender Traffic und The.Unfading.Beauty spielen. Karten bei
Ticket-Direct oder an der Abendkasse (VVK 5€, AK 6€).
So jedenfalls liest sich die Pressemitteilung für unser Konzert heute... und ich bin immer noch am Hoffen und Zweifeln, ob alles so klappt, wie geplant: Immerhin habe ich noch nie zuvor ein Rockkonzert (mit-)organisiert.
Heute werde ich vermutlich von gleich bis nachts auf Achse sein: Das Quiz will noch vervielfältigt, Nahrung will gekauft, Brötchen wollen geschmiert werden... und ab 17:00 kommen dann die Bands und die Sound- und Linechecks beginnen.
Wünscht mir Glück!
Benefizkonzert der amnesty international Gruppe Paderborn kann sich
sehen lassen. Am 04.10. werden ab 20:00 in der Cafete der
Kulturwerkstatt Paderborn die Bands Best Before Today, Crash Casino,
Gender Traffic und The.Unfading.Beauty spielen. Karten bei
Ticket-Direct oder an der Abendkasse (VVK 5€, AK 6€).
So jedenfalls liest sich die Pressemitteilung für unser Konzert heute... und ich bin immer noch am Hoffen und Zweifeln, ob alles so klappt, wie geplant: Immerhin habe ich noch nie zuvor ein Rockkonzert (mit-)organisiert.
Heute werde ich vermutlich von gleich bis nachts auf Achse sein: Das Quiz will noch vervielfältigt, Nahrung will gekauft, Brötchen wollen geschmiert werden... und ab 17:00 kommen dann die Bands und die Sound- und Linechecks beginnen.
Wünscht mir Glück!
Sonntag, 7. September 2008
Bunkernacht und Wochenrückblick
Die erste Woche MLSS ist vorbei. Zeit also für einen kleinen Wochenrückblick und eine Übersicht über das, was wir hier so machen.
Wir hatten in der ersten Woche 5 (Kleinst-)Vorlesungen zu je 6 Stunden.
"Reinforcement Learning and Knowledge Representation" (Rich Sutton)
Einer der beiden Kurse, die sich auch mit künstlicher Intelligenz im generellen (im Unterschied zur reinen Funktionsapproximation) beschäftigen. Die Grundthese von Sutton ist, dass künstliche Intelligenz aus Erfahrungen lernen sollte. Auf dieser Grundlage wurden dann verschiedene Algorithmen zum lernen aus abgeschlossenen Episoden vorgestellt (Time Difference Learning und Sarsa vor allem). Witzig: Sutton ist der Autor der Folien, die auch an der Uni Paderborn im Maschinenlern Kurs verwendet werden. Er erklärt es aber natürlich viel besser.
"Feature Selection" (Isabelle Guyon)
Leicht verständlich, aber nicht unbedingt sehr interessant, da Feature Selection für neuere ML Verfahren oft nicht nötig ist. Spannend war aber ein Algorithmus zum entdecken von kausalen Zusammenhängen zwischen einzelnen Features (im Unterschied zur reinen Korrellation)
"Introduction to Kernel Methods" (Stephane Canu)
Sehr technisch. Am Anfang wurde eine gute Übersicht gegeben, was Kernel Methods eigentlich sind und ich weiß nun auch, welche Artikel ich lesen muss, um endlich zuverstehen, was eine SVM ist (leider wurde es in seinem Vortrag vorausgesetzt). Der Rest der Vorlesung bestand leider aus Formeln, für die mir die Voraussetzungen fehlten.
"Overcomplete Representations with Incomplete Data: Learning Bayesian Models for Sparsity" (Patrick Wolfe)
Noch technischer und noch mehr vorkenntnislastiger... . Aus diesem Vortrag habe ich wirklich nichts mitgenommen.
"Supervised and Unsupervised Learning with Energy-Based Models" (Yann LeCun)
Der zweite Vortrag, der sich mit "echter" künstlicher Intelligenz befasst hat. Es ging um das lernen von "Energieoberflächen", welche passenden Mustern eine niedrige Energie zuordnen und unpassenden eine hohe. Das alles im Rahmen von "tiefen" neuronalen Netzen und mit Backpropagation als Lernalgorithmus (es wurde auch viel zu den schwächen von Backpropagation bei tiefen neuronalen Netzen gesagt). Die Ergebnisse waren beeindruckend: Online-Gesichtserkennung, Handschrifterkennung, ein autonom fahrender Roboter. Ich denke eines meiner nächsten Projekte wird es sein, ein neuronales Netz für ein einfaches Spiel zu bauen und zu trainieren.
Gestern abend sind wir dann auf dem Strand zu einem alten deutschen Bunker gelaufen und haben in ihm ein Lagerfeuer gemacht (der Bunker war zu beiden Seiten offen, so dass der Wind hindurch konnte). Eine interessantes Erlebnis, zumal es erforderte in der Nacht über Steine und Klippen zu klettern, um den Bunker zu erreichen (zum Glück haben wir auf dem Rückweg einen Weg über den Strand gefunden: Wir wurden von einem schlimmen Regenschauer erwischt und ich hätte nicht über die nassen Steine klettern wollen). Während es nicht regnete war der (zeitweise von nur wenigen Wolken getrübte) Sternenhimmel sehr sehenswert: Kaum eine größere Stadt in der Nähe um ihn micht Licht zu verschmutzen. Ein oder zwei Fotos habe ich auch gemacht, aber sie kommen später. Sich innerhalb eines Rudels Informatiker außerhalb des vertrauten Kellers zu befinden ist immer wieder für ein paar spannende Erlebnisse gut...
Wir hatten in der ersten Woche 5 (Kleinst-)Vorlesungen zu je 6 Stunden.
"Reinforcement Learning and Knowledge Representation" (Rich Sutton)
Einer der beiden Kurse, die sich auch mit künstlicher Intelligenz im generellen (im Unterschied zur reinen Funktionsapproximation) beschäftigen. Die Grundthese von Sutton ist, dass künstliche Intelligenz aus Erfahrungen lernen sollte. Auf dieser Grundlage wurden dann verschiedene Algorithmen zum lernen aus abgeschlossenen Episoden vorgestellt (Time Difference Learning und Sarsa vor allem). Witzig: Sutton ist der Autor der Folien, die auch an der Uni Paderborn im Maschinenlern Kurs verwendet werden. Er erklärt es aber natürlich viel besser.
"Feature Selection" (Isabelle Guyon)
Leicht verständlich, aber nicht unbedingt sehr interessant, da Feature Selection für neuere ML Verfahren oft nicht nötig ist. Spannend war aber ein Algorithmus zum entdecken von kausalen Zusammenhängen zwischen einzelnen Features (im Unterschied zur reinen Korrellation)
"Introduction to Kernel Methods" (Stephane Canu)
Sehr technisch. Am Anfang wurde eine gute Übersicht gegeben, was Kernel Methods eigentlich sind und ich weiß nun auch, welche Artikel ich lesen muss, um endlich zuverstehen, was eine SVM ist (leider wurde es in seinem Vortrag vorausgesetzt). Der Rest der Vorlesung bestand leider aus Formeln, für die mir die Voraussetzungen fehlten.
"Overcomplete Representations with Incomplete Data: Learning Bayesian Models for Sparsity" (Patrick Wolfe)
Noch technischer und noch mehr vorkenntnislastiger... . Aus diesem Vortrag habe ich wirklich nichts mitgenommen.
"Supervised and Unsupervised Learning with Energy-Based Models" (Yann LeCun)
Der zweite Vortrag, der sich mit "echter" künstlicher Intelligenz befasst hat. Es ging um das lernen von "Energieoberflächen", welche passenden Mustern eine niedrige Energie zuordnen und unpassenden eine hohe. Das alles im Rahmen von "tiefen" neuronalen Netzen und mit Backpropagation als Lernalgorithmus (es wurde auch viel zu den schwächen von Backpropagation bei tiefen neuronalen Netzen gesagt). Die Ergebnisse waren beeindruckend: Online-Gesichtserkennung, Handschrifterkennung, ein autonom fahrender Roboter. Ich denke eines meiner nächsten Projekte wird es sein, ein neuronales Netz für ein einfaches Spiel zu bauen und zu trainieren.
Gestern abend sind wir dann auf dem Strand zu einem alten deutschen Bunker gelaufen und haben in ihm ein Lagerfeuer gemacht (der Bunker war zu beiden Seiten offen, so dass der Wind hindurch konnte). Eine interessantes Erlebnis, zumal es erforderte in der Nacht über Steine und Klippen zu klettern, um den Bunker zu erreichen (zum Glück haben wir auf dem Rückweg einen Weg über den Strand gefunden: Wir wurden von einem schlimmen Regenschauer erwischt und ich hätte nicht über die nassen Steine klettern wollen). Während es nicht regnete war der (zeitweise von nur wenigen Wolken getrübte) Sternenhimmel sehr sehenswert: Kaum eine größere Stadt in der Nähe um ihn micht Licht zu verschmutzen. Ein oder zwei Fotos habe ich auch gemacht, aber sie kommen später. Sich innerhalb eines Rudels Informatiker außerhalb des vertrauten Kellers zu befinden ist immer wieder für ein paar spannende Erlebnisse gut...
Mittwoch, 3. September 2008
Paris
Draußen regnet es. Es regnet nicht nur, es strömt. Und ich sitze auf einem Plastikstuhl im Barbereich der Ferienanlage und warte darauf, dass es endlich Frühstück und damit einen warmen Tee gibt.
Zeit also, sich an bessere Zeiten zu erinnern und den ausführlichen Bericht über Paris zu schreiben (zumal auch die Fotos jetzt online sind).
Es begann damit, dass man sich im Est Hotel nicht an meine Buchung erinnern konnte. Ein etwas ärgerlicher Umstand, da es schon recht spät war und ich außerdem müde war und nicht noch ein anderes Hotel suchen wollte. Wenigstens war die Rezeptionistin freundlich und nach einigem Suchen entdeckte sie, dass sie zwar nicht meine Buchungspapiere hatte, mich aber dafür bereits für einen Raum eingeplant hatte, den ich dann auch beziehen konnte. Ich glaube ich habe an dem Tag nichts mehr gemacht als zu schlafen, sicherlich 10 Stunden lang.
Mein eigentlicher Tag in Paris war dann dank großteils sonnigem Wetter sehr schön: Angefangen habe ich frühmorgens mit der Kathedrale von Notre Dame, die im gotischen Stil recht interessant ist (ich hätte sie mir allerdings größer vorgestellt, man kann sie, glaube ich ganz gut mit dem Kölner Dom vergleichen), dann bin ich das St. Michel Boulevard runtergewandert und habe in einem Starbucks (übrigens: Manchmal ist man sehr froh, dass es überall diese Fastfood Ketten gibt: Man weiß, was einen erwartet und man kennt auch die nötige Kommunikation fast auswendig) einen Kakao getrunken.
Danach habe ich sicherlich 2h im Buchladen "Shakespeare & Company" verbracht (was sehr beruhigend war, da man dort selbstverständlich Englisch gesprochen hat). Das schöne an dem Laden ist, dass er zusätzlich zu den zu verkaufenden Büchern im Erdgeschoss auch noch ein Obergeschoss hat, in dem sehr viele sehr alte Bücher stehen, die man lesen, aber nicht kaufen kann: Ich habe sicherlich eine Stunde damit verbracht ein Essay aus diesem Buch zu lesen (man bemerke übrigens, dass es "Volume 3" ist und die Summe bei 3 anfängt).
Nach Shakespeare & Company bin ich die Seine runter über das Louvre und die Champ de Elysee bis zum Eiffelturm gewandert: Alle diese drei Orte sind wirklich richtig beeindruckend groß und ehrfurchterweckend (vor allem das Louvre: Man sieht von außen einen gigantischen Palast und dann fällt einem ein, dass dieser komplett mit Kunst gefüllt ist... deswegen habe ich auch garnicht erst versucht es zu betreten)
Vom Eiffelturm bin ich dann mit der "Straßenbahn" (die unterirdisch ist) und der Metro wieder zurück zum Hotel. Die Pariser Metro ist übrigens nicht sehr benutzerfreundlich: Um ein Ticket zu kaufen muss man sich mit Automaten auseinandersetzen die völlig eigenartige und ungewohnte Bedienelemente benutzen (z.B. eine große "Rolle" die man umherrollen muss, um Auswahlen zu machen).
Am besten gefallen hat mir, würde ich sagen, Shakespeare & Company und das wird wohl auch der Ort sein an dem ich den Parisabend meiner Rückreise verbringe.
Zeit also, sich an bessere Zeiten zu erinnern und den ausführlichen Bericht über Paris zu schreiben (zumal auch die Fotos jetzt online sind).
Es begann damit, dass man sich im Est Hotel nicht an meine Buchung erinnern konnte. Ein etwas ärgerlicher Umstand, da es schon recht spät war und ich außerdem müde war und nicht noch ein anderes Hotel suchen wollte. Wenigstens war die Rezeptionistin freundlich und nach einigem Suchen entdeckte sie, dass sie zwar nicht meine Buchungspapiere hatte, mich aber dafür bereits für einen Raum eingeplant hatte, den ich dann auch beziehen konnte. Ich glaube ich habe an dem Tag nichts mehr gemacht als zu schlafen, sicherlich 10 Stunden lang.
Mein eigentlicher Tag in Paris war dann dank großteils sonnigem Wetter sehr schön: Angefangen habe ich frühmorgens mit der Kathedrale von Notre Dame, die im gotischen Stil recht interessant ist (ich hätte sie mir allerdings größer vorgestellt, man kann sie, glaube ich ganz gut mit dem Kölner Dom vergleichen), dann bin ich das St. Michel Boulevard runtergewandert und habe in einem Starbucks (übrigens: Manchmal ist man sehr froh, dass es überall diese Fastfood Ketten gibt: Man weiß, was einen erwartet und man kennt auch die nötige Kommunikation fast auswendig) einen Kakao getrunken.
Danach habe ich sicherlich 2h im Buchladen "Shakespeare & Company" verbracht (was sehr beruhigend war, da man dort selbstverständlich Englisch gesprochen hat). Das schöne an dem Laden ist, dass er zusätzlich zu den zu verkaufenden Büchern im Erdgeschoss auch noch ein Obergeschoss hat, in dem sehr viele sehr alte Bücher stehen, die man lesen, aber nicht kaufen kann: Ich habe sicherlich eine Stunde damit verbracht ein Essay aus diesem Buch zu lesen (man bemerke übrigens, dass es "Volume 3" ist und die Summe bei 3 anfängt).
Nach Shakespeare & Company bin ich die Seine runter über das Louvre und die Champ de Elysee bis zum Eiffelturm gewandert: Alle diese drei Orte sind wirklich richtig beeindruckend groß und ehrfurchterweckend (vor allem das Louvre: Man sieht von außen einen gigantischen Palast und dann fällt einem ein, dass dieser komplett mit Kunst gefüllt ist... deswegen habe ich auch garnicht erst versucht es zu betreten)
Vom Eiffelturm bin ich dann mit der "Straßenbahn" (die unterirdisch ist) und der Metro wieder zurück zum Hotel. Die Pariser Metro ist übrigens nicht sehr benutzerfreundlich: Um ein Ticket zu kaufen muss man sich mit Automaten auseinandersetzen die völlig eigenartige und ungewohnte Bedienelemente benutzen (z.B. eine große "Rolle" die man umherrollen muss, um Auswahlen zu machen).
Am besten gefallen hat mir, würde ich sagen, Shakespeare & Company und das wird wohl auch der Ort sein an dem ich den Parisabend meiner Rückreise verbringe.
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zufällige Beobachtungen
Freitag, 4. Juli 2008
Cross Channel
Kurzgeschichten sollen kurz und fesselnd seinen, einen oder vielleicht zwei Punkte gut und prägnant rüberbringen, vielleicht eine überaschende Wendung enthalten.
Die meisten Kurzgeschichten in Cross Channel tun dies leider nicht: Sie plätschern dahin, fangen irgendwo an, hören irgendwo auf, erzählen beliebiges aus beliebigen Leben, so meint man. Kaum eine Geschichte wo man am Ende denkt, auch tatsächlich eine Geschichte gelesen zu haben und nur eine einzige, die mich wirklich überzeugt hat: Experiment (dank einer schönen Wendung am Schluss).
Der Rest hat teilweise einen schönen Anfang, der auf mehr hoffen lässt, verliert sich dann aber stets in Nebensächlichkeiten oder versucht nichteinmal, einen Punkt zu machen. Zwei englische Frauen, die ein Weingut in Frankreich kaufen, ein Komponist, der stirbt während sein letztes Stück aufgeführt wird, eine Geschichte über den Autor selbst, der im Zug reist... banal beschreibt es wohl am besten. (banal ist übrigens ein sehr schönes Wort)
Dafür muss man aber sagen, dass die öffentliche Bibliothek in Mountain View ein hervorragender Ort zum lesen ist, eine Schande, dass ich sie nie früher besucht habe und erst Vincenz mich darauf hinweisen musste: Bequeme Sessel, ein Kamin und eine sehr umfangreiche Zeitschriftensammlung (unter anderem mit Zeitschriften über Archäeologie und dem National Geographic) lassen keinen Vergleich zur Stadtbibliothek in Paderborn.
Desweiteren habe ich gestern versucht mein Geld nach Deutschland zu bekommen. Mal schauen ob der Wire Transfer geklappt hat, dank zunächst falscher IBAN Nummer bin ich mir da nicht so sicher... Interesting Times again...
Sonntag, 29. Juni 2008
Kalifornien brennt
Heute war ein ruhiger Tag an dem ich einige Bankangelegenheiten geregelt und viel gelesen habe. Nötige Erholung nach praktisch 13 Wochen ohne große Pause.
Beim planen der nächsten Woche wird die zunehmende Zahl and Waldbränden aber immer hinderlicher. Sogar deutsche Nachrichten scheinen ja im Moment davon zu berichten, dass hier der Notstand ausgerufen wurde, da die lokalen Feuerwehren mit den Waldbränden überfordert sind.
Hier in der Bay Area bemerkt man die Brände hauptsächlich dadurch, dass ein Dunst über dem Land liegt: Die Berge, die noch vor einigen Tagen klar zu sehen waren sind nun hinter einer grauen Wand verborgen. Vorgestern konnte man sogar einen leichten Brandgeruch riechen, teilweise werden auch Warnungen über die Luftqualität ausgegeben und in meinen letzten Tagen bei Google habe ich von vereinzelten Fällen gehört in denen Flüge vom San Francisco Airport wegen der schlechten Bedingungen gestrichen wurden.
Eine Karte mit den wichtigsten Informationen findet sich hier .
Eigentlich wollte ich nächste Woche nach Arcata / Eureka fahren, aber nun ist ein Feuer direkt auf der Highway.
Interesting Times...
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