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Dienstag, 19. Januar 2010

Book Day

Heute war an der Unibibliothek Bücherbasar. Das ist eine alljährliche Veranstaltung, bei der alte und nicht mehr benötigte Bücher zu (sehr) kleinen Preisen unters Volk gebracht werden.

Nachdem ich diese Gelegenheit in den letzten Jahren stets verpasst habe, bin ich diesmal nur leicht verspätet angekommen und konnte einiges Geschriebenes für meine Heimbibliothek erwerben.

Um diesen Anlass zu feiern möchte ich nun hier jeweils den 19. Satz der 54. Seite eines jeden neuen Buches zitieren (Zahlen zufällig gewählt):

The paper by Burks, Goldstine, and von Neumann was incredible for the period.

In Abbildung 1.11 sind die Abweichungen für unser Beispiel aufgelistet.

After Alberts death, both she and Dorrie may have come a little unhinged.

Das Maximinkriterum macht vor allem dann Sinn, wenn in einem Zwei-Personen-Spiel der Gewinn eines Spielers immer auf Kosten des anderen geht.

They pay a stream of coupons with a final repayment of principal at maturity, but they can be converted into the underlying stock before expiry.

Second, unless stochastic terms are added to the estimated values, the variance of the distribution is understated.

Can Opener n. church key (beer).

The Garret Theatre ran off and on until 1970, subsidized by Herbert's labours as a waiter.

Bildet man den Quotienten zweier Maßzahlen, so erhält man eine wichtige Klasse von Maßzahlen: Die sogenannten Verhältniszahlen.

Die Theoriekenntnis muss so gut sein, dass Sie nicht allein die aus ihr abgeleiteten Hypothesen, sondern ebenfalls die bekannten Antecedenzbedingungen kennen.

Data is moved serially through fiber cable.

Montag, 11. Januar 2010

Scamming the Scammers?

Eine weitverbreitete Form des Internet-Scams ist der sogenannter 419 Scam, bei dem (oft afrikanische) Betrüger versuchen, gutgläubigen Bürgern durch das Versprechen zukünftigen Reichtums viel Geld aus der Tasche zu ziehen.

Eine Gemeinschaft von selbsternannten Wächtern des Rechts hat es sich zum Ziel gesetzt, diese Betrüger zu bekämpfen indem sie die Scammer ihrerseits an der Nase herumführen und ihnen möglichst viele Stöcke und Steine in den Weg zu legen.

Eine gute Idee?

Auf den ersten Blick ja: Recht kann im Internet oft nicht durchgesetzt werden, weil die Strukturen der Rechtswahrung der einzelnen Nationalstaaten oft völlig ungeeignet sind um gegen Rechtsverstöße, die über das Internet aus anderen Ländern begangen werden, vorzugehen. Und was kann es schaden, wenn eindeutige Betrüger auf amüsante Weise dazu gebracht werden, dem Opfer selbst Geld zu bezahlen oder ihm Photos zu schicken?

Und dann kommt eine Geschichte wie diese:

Follow along in the journey of two pathetic 419 scammers into one of the most violent and desolate places on earth, the Chad/Sudan border, where hundreds of thousands of Sudanese refugees have fled to avoid being killed by Sudanese guerillas.

Man beachte auch das die letzte Mail unseres erfolgreichen Helden:

Hi there Kuku,

How's Antarctica? Remember before when I told you that you were famous? Here's the website that made it all happen.
http://www.419eater.com/html/RoadToChadDarfur

Look, I know that you are probably still a little upset over what happened, but I was wondering if you could do me a HUGE favour. Could you send me your photograph? I never did get one of you and it would help me complete the website. As an extra insentive, I will put in a good word for you with your family, telling them that it is not your fault that Oney is either dead or someone's prison fuck-toy.

Thanks in advance for your cooperation.

Blessings,

Rev. Kuhm Belcher

Und nun fragt man sich: Geht es hier wirklich darum, die Unschuldigen zu beschützen und Betrüger zu nerven? Oder geht es darum eine Entschuldigung dafür zu finden, mit Menschen zu spielen wie mit Puppen und ihnen dadurch jegliches Mensch-sein abzusprechen?

Sonntag, 6. Dezember 2009

Datenkrake Google?

Nach langer Zeit habe ich mich entschlossen, wieder einen Artikel hier einzustellen.

In den letzten Wochen und Monaten und eigentlich auch schon seit längerem bekomme ich verstärkt den Eindruck, das Google von vielen meiner Kommilitonen vor allem als eine Datenkrake angesehen wird. Teilweise wurde ich nach meinem Praktikum sogar als gehirngewaschen bezeichnet (eine sehr einfache Position: Egal was ich sage. Der Grund ist die Gehirnwäsche. Allerdings übersehen diejenigen, dass ich bereits vor meinem Praktikum von Google überzeugt war).

Ich möchte hier deswegen (und weil viele auch aus Höflichkeit dieses Thema nicht direkt ansprechen wollen) versuchen, ein kohärentes Argument zu formulieren, warum ich diese Bedenken nicht teile. Ich würde mich freuen, wenn in den Kommentaren eine Diskussion über das Thema zustande kommt.

Kümmert sich Google nicht um Privacy?

Google ist immer noch eine junge Firma. Privacy wurde, gerade in den ersten Jahren, noch nicht als ein Kernthema angesehen. Man hatte eine Suchmaschine, dann kam ein Email-Dienst hinzu und schrittweise folgten mehr und mehr Dienste und Services. Privacy war zu diesen Zeiten noch kein großes Thema und wurde in diesem Durcheinander schlichtweg übersehen.

Dies ändert sich zur Zeit. Google hat hier eine Übersichtsseite eingerichtet, auf der sich jeder informieren kann, welche Informationen Google genau über ihn speichert. Außerdem können dort die Datenschutzbestimmungen aller benutzten Services eingesehen werden. Google erklärt außerdem in seinen Datenschutzbestimmungen hier genau, zu welchem Zweck Daten gesammelt werden. Im Hinweis für GoogleMail steht z.B.

Die Computer von Google werten die Informationen in Ihren Nachrichten aus verschiedenen Gründen aus, unter anderem zur Formatierung und Darstellung der Informationen für Sie, zur Schaltung von Anzeigen und verwandten Links, zur Vermeidung von unerwünschten Massen-E-Mails (Spam), zur Sicherung Ihrer Nachrichten und zu anderen Zwecken im Zusammenhang mit dem Angebot von Google Mail.

Man beachte dabei, dass hier von einer Auswertung von Computer gesprochen wird. Menschen schauen sich die Mails ohne weiteres garnicht an.

Auf die Auswertung durch Computer zu verzichten ist illusorisch: Googles Geschäftsmodell ist es, Geld mit dem Schalten von kontextueller Werbung zu verdienen. Der Kontext kann aber nur bestimmt werden, wenn eine Mail ausgewertet werden darf. Auch die Spambekämpfung kann nur effektiv durchgeführt werden, wenn Emails ausgewertet werden dürfen.

Desweiteren wird (selbstverständlich) auch der Verkauf von Daten an Dritte ausgeschlossen:

Auf keinen Fall verkaufen oder vermieten wir Ihre persönlichen Daten oder geben sie auf andere Art an Dritte weiter, außer in den wenigen in den Google-Datenschutzbestimmungen beschriebenen Fällen, wenn wir z. B. glauben, dass dies aus gesetzlichen Gründen erforderlich ist.

Fehler in Datenschutzbestimmungen und Nutzungsbedingungen werden behandelt, wie technische Fehler auch und möglichst schnell behoben. Es ist im Leben allgemein meistens ratsamer Dinge, die durch Fehler erklärt werden können, nicht allzuschnell als Bosheit einzustufen.

Die üblichen Anmerkungen zu diesen Argumenten sind vor allem, dass man ja nicht wissen könne ob Google sich tatsächlich an diese Bestimmungen hält. Dies führt uns zu meinem zweiten Punkt.

Welche Motivation hat Google eigentlich, meine Daten auszunutzen?

Google ist umgeben von einem Schwarm an Medien, die sich auf jeden Fehler, die das Unternehmen macht stürzen werden. Große Medienmogule wie Murdoch sind von Google verärgert und werden sicher keine Panne verheimlichen. Ein Skandal um mißbräuchlich verwendete Daten wäre extrem schlecht für Google: Google verdient mit jedem Klick auf eine Werbeanzeige. Weniger Kunden für Google bedeuten direkt weniger Geld für das Unternehmen.

Stehe ich vor der Alternative, einen Email-Account bei Google oder aber bei einem kleinen Drittanbieter einzurichten, halte ich meine Daten bei Google sogar für deutlich besser aufgehoben. Je kleiner ein Unternehmen ist, desto größer ist die Gefahr, dass es bald von einem der großen Spieler aufgekauft wird. (Viele Start-Ups werden sogar mit dem Ziel gegründet irgendwann für ein paar Millionen aufgekauft zu werden) Wird aber mein Email-Anbieter gekauft, so sind meine Daten plötzlich bei einer dritten Partei, mit der ich vorher nichts zu tun hatte. Ein Risiko das ich minimieren kann, wenn ich mein Konto bei Google, als einer sehr großen und stabilen Firma führe.

Schlimmer noch: Wenn eine kleine Firma sich dazu entscheidet, meine Daten mißbräuchlich zu verwenden, risikiert sie wesentlich weniger als Google, da die Medien dem Skandal nicht im selben Maße Aufmerksamkeit schenken werden. Eine kleine Firma ist meiner Meinung nach deswegen wesentlich unsicherer als Google.

(Es gibt hier sicher noch einige Alternativen die man durchdenken kann, aber ich möchte den Post nicht allzulang werden lassen.)

Abschließende Worte

Ich denke, dass große Firmen (vielleicht sogar speziell große Computerfirmen, denn ein ähnliches Schicksal haben früher auch IBM und Microsoft erlitten) generell schnell das Ziel einer gewissen Art von Paranoia werden. Computerprogramme sind ein wenig wie (die Vorstellung von) Magie: Unheimlich komplex und potentiell sehr mächtig. Computerprogramme die gleichzeitig auf tausenden von Computern laufen und Petabytes an Daten verwalten um so mehr.

Menschen haben Angst vor komplexen und undurchsichtigen Dingen. Deswegen werden große Firmen selbst bei besten Intentionen (Ich bin fest überzeugt, dass sehr viele der Mitarbeiter Googles tatsächlich die Welt verbessern wollen) schnell Ziel einer modernen Form der Hexenjagd: Ohne sich tiefergehend mit der Materie zu beschäftigen werden sie als unheimliche, dunkle Krake dargestellt, die in tiefen Abgründen hockt und nur darauf wartet, alle Daten derer sie habhaft werden kann möglichst gewinnbringend zu verkaufen.

Montag, 6. April 2009

Reykjavik 2: Kunst

Am 2. Tag in Keflavik haben wir (in den Zeiten, in denen wir nicht auf Busse warteten, in dem Zusammenhang ist auch das Wort Scatterbrain sehr schön und passend) neben dem Kolaportið Flohmarkt (mit einer riesengroßen Auswahl an isländischen Büchern, ich muss unbedingt isländisch lesen lernen) vor allem verschiedene Kunstgallerien in Reykjavik besucht.

In Kunstgalerien darf man leider meistens keine Fotos machen. Im Hafnarhusio habe ich aber einfach mit der Regel gebrochen und ein paar Fotos der Gemälde von Erro gemacht. Gerade das Bild mit Mao vor der New Yorker Skyline fand ich sehr aufwühlend, erschreckend und auch beeindruckend. Zur Erro Game Gallerie gab es auch eine Anzahl "Bauklötze" mit denen man die dort gezeigten Bilder in der Gallerie nachbauen konnte. Eine interessante Idee, um den Besucher tiefer in die Kunst miteinzubeziehen.

Danach waren wir auch (diesmal ohne Fotos) in der Nationalgallerie. Besonders schön war ein Bild, auf dem einige unleserliche Schriftfetzen recht chaotisch angeordnet waren. Schrift, selbst unleserliche, hat immer etwas magisches, finde ich. Zu einem Zettel, den man zufällig auf der Straße findet und liest kann man sich tausend Geschichten denken. Und es macht Spaß, selber zufällige Zettel zu verteilen und sich auszumalen, was für Gedanken man dabei bei anderen Menschen auslöst.

Auch ein sehr beeindruckend war eine Bilderreihe über einen Performance-Kunst-Akt bei dem sich der Künstler als Statue verkleidet hatte und während einer Ausstellung plötzlich aufstand und ging. Die Statue weckte soviele Assoziationen (Kriegsopfer, griechischer Philosoph, Geist, Marmorstatue eines berühmten Menschen, ...) das es schade ist, nicht dabeigewesen zu sein.

Am Abend bin ich dann nach Keflavik gefahren und habe mich heute über Flugzeug und Bus wieder nach Paderborn vorgearbeitet. Ich vermisse das isländische Wetter, den Wind und die relative Kälte. Aber ich habe währenddessen Egils Sage zuende gelesen, also folgt demnächst noch ein (sogar zwei, da ich mir 101 Reykjavik am Flughafen gekauft habe) Beitrag zu Island.

Sonntag, 5. April 2009

Reykjavik 1(01): Eis Tölt

Wie die meisten unter euch wissen bin ich ein aufmerksamer Verfolger von Dressurreitwettbewerben. Wie vielleicht weniger wissen gibt es auf Island die Islandpferde (keineswegs Islandponys, auch wenn sie nur etwa deren Größe erreichen), die eine besondere Gangart beherrschen: Das sogenannte "Tölten" (ursprüngliche wurde diese Gangart von vielen europäischen Pferden beherrscht, aber mit dem Untergang des Reitens als Transportmöglichkeit ging auch das Tölten als Gangart unter).

Im Tölt ist die Fußfolge des Pferdes genau wie im Schritt hinten links, vorne links, hinten rechts, vorne rechts. Anders als im Schritt wechseln sich im Tölt jedoch Ein- und Zweibeinstützen ab (Es ist immer mindestens ein, in einigen Phasen zwei Beine auf dem Boden). Das ermöglicht zum einen sehr hohe Geschwindigkeiten (die annährend die eines gallopierenden Pferdes erreichen können) und zum anderen eine sehr hohe Stabilität für den Reiter, der kaum Erschütterungen ausgesetzt ist.

In Reykjavik gab es nun am Samstag ein Eistölt-Turnier. Wie der Name schon sagt geht es dabei darum die Pferde auf einer Eisfläche (!) möglichst elegant tölten zu lassen. Wie beim Dressurreiten werden die Durchgänge mit Noten zwischen 0.0 (sehr schlecht) und 10.0 (sehr gut) bewertet. Ina, Sontje und ich konnten also den Abend damit verbringen, die Islandmeisterschaften im Tölten zu betrachten, und die (im Großen und Ganzen) technisch hervorragende Ausführung dieser einzigartigen Gangart zu bewundern.

Ina hat sogar mit meiner Kamera ein Video gedreht, dass ihr hier findet. Beachtet vor allem, wie flüssig die Bewegungen der Pferde auf dem Eis sind, auf dem Menschen Probleme haben zu laufen. Am Ende des Videos kommt es leider zu einem technischen Fehler, da das Pferd auf dem Eis abrutscht und die Berandung berührt. Fotos vom Tölten und von einigem anderen in Reykjavik gibt es auch hier. Außerdem wurde das alte Bifröst Album mit den Fotos von unserer Wanderung zum Wasserfall aktualisiert.

Mittwoch, 18. März 2009

Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins

Doof it yourself (Link geht auf einen sehr lesenswerten Spiegelartikel) drückt die heutige Zeit gut aus. Es geht nicht mehr darum, was man weiß, wofür man sich interessiert und was die eigenen Überzeugungen sind. Es geht darum, wie man vor anderen gut dasteht.

Und dafür ist den meisten Menschen fast jedes Mittel recht. Und es stört anscheinend keinen. Im Gegensatz: Ein Mensch, der konsequent nur an sich selbst denkt und mit allen Mitteln versucht möglichst viel Macht und Einfluss an sich zu reißen wird nur selten verachtet.

Schwächere Menschen fürchten sich vor ihm... und doch bewundern sie ihn auch, weil er anscheinend für klare Prinzipien und einfache Lösungen steht. Oft wird selbstherrliche Brutalität im weißen Mantel mit Gerechtigkeit verwechselt. Stärkere aber gutmütige Menschen sehen oft ein hilfloses Kind und versuchen die tieferen Gründe hinter dem Egoismus zu sehen. Sie beginnen zu helfen und merken zu spät, dass ihnen der Dolch in den Rücken gestoßen wird.

Ein anderer Zeitungsartikel spricht von der Überbewertung von Selbstbewusstsein in der Schule. Es geht nicht nur um die Schule: Unsere gesamte Gesellschaft ist inzwischen derart auf Selbstbewusstsein und das Ich im Gegensatz zum Gemeinwohl fixiert. Auf unzähligen Seminaren und Lehrgängen wird uns beigebracht, wie wir möglichste eloquent Reden halten, wie wir Texte so schreiben, dass sie mehr Menschen beeinflussen, wie wir Webseiten gestalten, so dass nicht die tatsächliche, sondern die gefühlte Qualität der verkauften Produkte entscheidend ist. Es geht vor allem darum sich zu profilieren.

Es gibt immer weniger Menschen die wirklich etwas bewirken wollen. Und das ist irgendwo schade.

Sonntag, 5. Oktober 2008

Nachwirkungen

Das Konzert ist vorbei. Die Rockband hat sich aus meiner Wohnung verzogen und uns bleibt Zeit den gestrigen Tag mit etwas Abstand zu betrachten.

21 Karten im Vorverkauf, 104 Karten an der Abendkasse: 125 Besucher. Das ist nicht großartig, aber auch nicht die Katastrophe, die uns in unseren Albträumen verfolgt hat. Und: Die meisten Rückmeldungen bezüglich des Musikstils waren sehr positiv, viele haben gesagt, dass sie nochmal kommen würden. Außerdem hat uns das Diatribe Konzert nebenan sicherlich einige Besucher gekostet. Das trotzdem wohl kaum / kein Verlust gemacht wurde, spricht für das Konzert: Unser Gewinn liegt in den gesammelten Unterschriften und den vielen informierten und teilweise nun auch an amnesty interessierten Menschen.

Dinge, die ich (fürs sicher folgende nächste mal) gelernt habe:

1. Man sollte beim Termin mehr auf Feiertage und andere Konzerte achten.
2. Sich vorher ein Konzept zur Garderobe zu überlegen erspart Stress.
3. Werbung funktioniert hauptsächlich über Netzwerke und Bekanntschaften, weniger über wild verteilte Flyer und Poster.

Nun bleibt uns noch ein Haufen Pfandflaschen und die genaue Endabrechnung. Und ich habe heute den letzten ruhigen Tag, bevor die Umzugsvorbereitungen "in echt" beginnen.

Sonntag, 28. September 2008

Wall-E

Es ist wieder Zeit für eine der eher selteneren Filmkritiken hier im Blog. Diesmal begutachtet wurde Wall-E und, um es kurz zu machen, es war einer der witzigsten Filme, die ich je gesehen habe.

Warum war der Film so gut? Zum einen läuft einen Großteil der Kommunikation zwischen Wall-E und diversen anderen Robotern nur über Gestik und (soweit auf einen Roboter anwendbar) Mimik ab. Zum zweiten bricht der Film mit vielen gängigen Klischees (hier bricht sich der weibliche Roboter jedenfalls nicht den Knöchel...) und zum dritten gibt es so viele liebenswerte Details (allein der Abspann im ägyptischen Wandmalerei-Stil oder der Pixar übliche Vorfilm), das man den Film einfach mögen muss.

Ich habe jedenfalls über weite Strecken im Kino gesessen und nur laut gelacht...

Samstag, 20. September 2008

Weltkindertag

Heute ist Weltkindertag. Wir waren also (in inzwischen guter Tradition) mit der amnesty Gruppe in Paderborn auf dem Rathausplatz und (neben unserem normalen Informationsstand) haben Kinder malen lassen: Eine großes Plakat / "Postkarte" , auf der sie die Menschenrechtsstraße malen sollten, die wir für Paderborn gefordert haben.

Eine Menschenrechtsstraße für Paderborn? Ich finde, es wäre ein Symbol, dass zumindest, nun ja, symbolischen Charakter hätte und mit dem sich die Stadt deutlich zu den Menschenrechten bekennen würde.

Nachträglich ist es etwas schade, dass wir nicht zusätzlich für einen "echten" Fall Unterschriften gesammelt haben: Zu sehr ist die Forderung für die Menschenrechtsstraße allein ein "Wohlfühlthema", dem praktisch jeder zustimmen kann und das kaum praktische Bedeutung hat.

Interessant auch: Eine Doktorandin der Philosophie (die ihre Doktorarbeit über Menschenrechte schreibt) hat bei uns probeweise mit am Stand gestanden. Es war richtig spannend ihr zuzuhören, wenn sie mit Besuchern sprach, weil sie unsere Forderungen immer ein wenig philosophisch untermauerte.

Dienstag, 9. September 2008

Werwölfe und Fußball

Wir haben Werwölfe gespielt. Unsere Spezialcharaktere waren: Seher, Hexe, Amor, kleines Mädchen, Jäger.

Leider habe ich herausgefunden, dass das Spiel bei diesen Spezialcharakteren für die Werwölfe nur sehr schwer zu gewinnen ist: In der ersten Nacht kann das Mädchen einfach mit offenen Augen alle Wölfe sehen. Das die Wölfe sie dann töten ändert nichts: Die Hexe rettet den Toten der ersten Nacht (Die Hexe weiß natürlich nicht, ob tatsächlich das Mädchen umgebracht wurde, aber das ändert nichts am weiteren Spielverlauf). Am ersten Tag kennt nun das Mädchen alle Werwölfe und gibt sich zu erkennen (Es kann nun dazu kommen, dass sich mehrere "kleine Mädchen" zu erkennen geben, dazu später mehr). Nachdem sich das Mädchen zu erkennen gegeben hat kann nun die Dorfgemeinschaft zunächst das Mädchen töten, um sich ihrer Identität zu vergewissern und in den darauffolgenden Nächten die Menschen, die vom Mädchen angezeigt wurden (mit Hilfe der Hexe und des Jägers war bei uns dann nach dem zweiten Tag Schluss).

Sollten sich mehrere "kleine Mädchen" zu erkennen geben, so sind alle bis auf das echte Wölfe (oder ein anderer Dorfbewohner ist sehr dumm). Man kann also einfach irgendeines der "Mädchen" in der ersten Nacht töten, bis man das echte gefunden hat.

Schwer nur, wenn man mit einem Haufen von Semi-Alphamännchen spielt, die anderen vom Sinn dieses Plans zu überzeugen: Irgendwann habe ich mir Yorts Stimme "geliehen", damit er für mich redet... und trotzdem fühlen sich meine Stimmbänder noch heute rauh an vom vielen reden.

Außerdem haben wir gestern Fußball gespielt: Nach einem langen Tag mit Vorlesungen ein guter Weg, überschüssige Energie abzubauen.

Samstag, 6. September 2008

Leuchtturm mit Randnotizen

Gestern bin ich (während für die anderen eine nicht besonders nützliche Übung gehalten wurde) zum nahen Leuchtturm gewandert und habe mir von dort einen Überblick über die Nordspitze der Ile de Re gemacht. Zum Glück hat es währenddessen nicht geregnet, aber der Wind oben auf dem Turm war schon beeindruckend (wenn man sich in den Wind gedreht hat, bekam man eine Andeutung des Gefühls beim Skydiving). Fotos sind auch online, einige davon auch aus den letzten Tagen.

Wir teilen uns die Relaisoleil übrigens mit einer französischen Reisegruppe älterer Menschen. Es ist immer wieder interessant zu beobachten, welche Interaktionen sich ergeben: Es ist zum Beispiel nicht unüblich, dass man beim Kickerspielen oder Surfen im Barbereich von einem faszinierten Grüppchen Menschen beobachtet wird. Auf der anderen Seite haben einige von uns auch an dem traditionellen Tanzabend der Reisegruppe teilgenommen (französische Volksmusik ist übrigens ziemlich schön, finde ich).

Außerdem habe ich the girl from chimel, das Buch, welches ich in Shakespeare & Company gekauft habe, durchgelesen. Das Buch ist aber nicht mehr als eine Randnotiz wert: Es versucht durch Einfachheit und Natürlichkeit zu verzaubern, wirkt dabei aber nur naiv, unzusammenhängend und ohne richtige Aussage.

Mittwoch, 3. September 2008

Paris

Draußen regnet es. Es regnet nicht nur, es strömt. Und ich sitze auf einem Plastikstuhl im Barbereich der Ferienanlage und warte darauf, dass es endlich Frühstück und damit einen warmen Tee gibt.

Zeit also, sich an bessere Zeiten zu erinnern und den ausführlichen Bericht über Paris zu schreiben (zumal auch die Fotos jetzt online sind).

Es begann damit, dass man sich im Est Hotel nicht an meine Buchung erinnern konnte. Ein etwas ärgerlicher Umstand, da es schon recht spät war und ich außerdem müde war und nicht noch ein anderes Hotel suchen wollte. Wenigstens war die Rezeptionistin freundlich und nach einigem Suchen entdeckte sie, dass sie zwar nicht meine Buchungspapiere hatte, mich aber dafür bereits für einen Raum eingeplant hatte, den ich dann auch beziehen konnte. Ich glaube ich habe an dem Tag nichts mehr gemacht als zu schlafen, sicherlich 10 Stunden lang.

Mein eigentlicher Tag in Paris war dann dank großteils sonnigem Wetter sehr schön: Angefangen habe ich frühmorgens mit der Kathedrale von Notre Dame, die im gotischen Stil recht interessant ist (ich hätte sie mir allerdings größer vorgestellt, man kann sie, glaube ich ganz gut mit dem Kölner Dom vergleichen), dann bin ich das St. Michel Boulevard runtergewandert und habe in einem Starbucks (übrigens: Manchmal ist man sehr froh, dass es überall diese Fastfood Ketten gibt: Man weiß, was einen erwartet und man kennt auch die nötige Kommunikation fast auswendig) einen Kakao getrunken.

Danach habe ich sicherlich 2h im Buchladen "Shakespeare & Company" verbracht (was sehr beruhigend war, da man dort selbstverständlich Englisch gesprochen hat). Das schöne an dem Laden ist, dass er zusätzlich zu den zu verkaufenden Büchern im Erdgeschoss auch noch ein Obergeschoss hat, in dem sehr viele sehr alte Bücher stehen, die man lesen, aber nicht kaufen kann: Ich habe sicherlich eine Stunde damit verbracht ein Essay aus diesem Buch zu lesen (man bemerke übrigens, dass es "Volume 3" ist und die Summe bei 3 anfängt).

Nach Shakespeare & Company bin ich die Seine runter über das Louvre und die Champ de Elysee bis zum Eiffelturm gewandert: Alle diese drei Orte sind wirklich richtig beeindruckend groß und ehrfurchterweckend (vor allem das Louvre: Man sieht von außen einen gigantischen Palast und dann fällt einem ein, dass dieser komplett mit Kunst gefüllt ist... deswegen habe ich auch garnicht erst versucht es zu betreten)

Vom Eiffelturm bin ich dann mit der "Straßenbahn" (die unterirdisch ist) und der Metro wieder zurück zum Hotel. Die Pariser Metro ist übrigens nicht sehr benutzerfreundlich: Um ein Ticket zu kaufen muss man sich mit Automaten auseinandersetzen die völlig eigenartige und ungewohnte Bedienelemente benutzen (z.B. eine große "Rolle" die man umherrollen muss, um Auswahlen zu machen).

Am besten gefallen hat mir, würde ich sagen, Shakespeare & Company und das wird wohl auch der Ort sein an dem ich den Parisabend meiner Rückreise verbringe.

Dienstag, 19. August 2008

Zeit und Interesse

Es gibt Dinge, mit denen müssen wir unsere Zeit verbringen (ich werde z.B. heute meine Wäsche waschen müssen) und es gibt Dinge, mit denen wollen wir unsere Zeit verbringen.

Wenn man die Zeit vom Tag abzieht, die wir mit den Dingen verbringen, die wir tun müssen (das ist natürlich meist keine scharfe Abgrenzung und oft müssen wir auch Dinge tun, damit wir später das tun können, was wir wollen), bleibt die Zeit für das was wir eigentlich wollen.

Und da diese Zeit knapp ist, ordnen wir die Dinge, die wir tun wollen, so, dass wir möglichst die Dinge wirklich tun, die uns am meisten Interessieren.

Problematisch wird es, wenn diese Dinge andere Personen beinhalten und die eine andere Priorität haben: Dann bedeutet ein "ich habe keine Zeit" oft genug "es interessiert mich nicht genug". Und wenn das oft genug passiert hat man das ungute Gefühl, dass man sich für den anderen mehr interessiert, als er sich für einen (bzw. das er sich für andere mehr interessiert).

Ich denke nicht, dass man solche Situationen verhindern kann. Echte Freundschaften entstehen, wenn man sich etwa in dem Maße für jemand anderen (bzw. das was man mit ihm zusammen tut) interessiert, wie er sich für einen selbst. Ist das Verhältnis unausgeglichen, kommt es zu Verstimmungen.

Freitag, 15. August 2008

Google Analytics Auswertungspost

Um das Besuchsverhalten auf meinem Blog im Auge zu behalten (wer will z.B. schreiben, wenn niemand liest) beobachte ich die Aufrufe mittels Google Analytics. Unter anderem zeigt mir das an, mit welchen Suchbegriffen die Menschen mein Blog finden. (Und auch ungefähr, woher sie kommen... es würde mich ja schon interessieren, wer in Frankfurt und München so regelmäßig mitliest) Da ich es in anderen Blogs immer recht interessant fand, wenn sie darüber schrieben, will ich hier auch die Suchbegriffe mal posten (nach Häufigkeit geordnet):


praktikum christoph

So oft wie das kommt benutzt wohl jemand Google anstelle das Blog zu bookmarken...

forscher tagebuch google

Ob die Menschen wohl auch zu mir wollen?

cds orientierungsseminar

Das ist nicht wild... 2h in San Fran, einige nützliche Dinge über Versicherungen erfahren ("don't get ill"), mehr nicht.

foennix

Ja das bin ich :-). Der Name ist übrigens so wie es scheint einzigartig im Netz... Danke Tina!

bashiba

Ja, das ist toll :-)

forschertagebuch

Ich frage mich ob noch andere den Begriff benutzen?

korruption indien

Mein Blog ist hoffentlich nicht die bestinformierteste Quelle über dieses Thema... auf welcher Seite der Google Ausgabe der Link wohl stand? Ich gebe ja meist schon nach den ersten 3 Seiten auf mich da weiter durchzuklicken...

praktikumszeugnis sprache

Kommt drauf an wers liest... oder schreibt. Meins jedenfalls in Englisch

"die eleganz des igels"

Oh ja, ein schönes Buch. Ich hoffe derjenige hat es dank mir auch gelesen :-)

"the counterfeiters" filmes blogspot

Und ein guter Film...

bashiba panorama

Immer noch toll...

bilder von der libori lounge

Zu schade, das ich genau da meine Kamera nicht dabeihatte. Ein enttäuschter Besucher mehr...

conference bike

Unbedingt mal ausprobieren... . Bevor man aber ein Meeting auf dem Bike abhält erst ein Meeting veranstalten bei dem geklärt wird, wer lenkt.

cupcake

Damit verbinde ich nur schlechtes. Außerdem kann ich mir nicht vorstellen das mein Blog auch nur unter den ersten 10 Seiten der Ergebnisse war.

der schatten des windes

Buchrezensionen sind hier wohl der gefragteste Content...

die eleganz des igels - rezensionen

Jap, gibt es hier :-)

die eleganz des igels: der mensch ist

ein Goldfisch?

die ignoranz des igels buch

Ignoranz, Eleganz. Ist ja fast dasselbe

die insel ile de re - informationen und eindrücke

Kommt bald... in etwas mehr als 2 Wochen um genau zu sein...

echo lake kalifornien

Ich hoffe nach der Lektüre des Blogs läuft dir das Wasser im Munde zusammen :-)

entfernung und lange abwesenheit tun jeder freundschaft eintrag.

Diesen Satz gibt es im Blog tatsächlich. Bonuspunkte an den, der ihn findet. Ich finde übrigens (auch) das eine dreimonatige Abwesenheit gute Freundschaften eher verbessert: Man kann neue Eindrücke einbringen und die Gefahr in der Alltäglichkeit zu versinken wird klein.

erstvorstellung indiana jones

Habe ich eigentlich schon erwähnt, das Google den Kinobesuch gesponsort hat?

fahrrad excession

Aha.

feuer in eueka kalifornien

Ja! Sehr ärgerlich! Deswegen konnte ich nicht nach Arcata...

film und buch novecento im vergleich

Das Buch war toll, den Film kenn ich nicht... Es gibt einen Film?

foennix. blogspot.com

Der Vorteil der Suchmaschine gegenüber der Addressleiste des Browsers ist die Rechtschreibprüfung.

forschertagebuch blog christoph

Und dass man sich keine kryptischen Addressen merken muss

forschertagebuch christoph

Sondern einfach nur eingibt, wo man hinwill.

fragen an rama

:-) Mein Rama ist nich dein Rama. Rama ist ja auch eine Magarine.

friseur praktikumszeugnis

Hm. Ich war mal beim Friseur. Ich habe ein Praktikumszeugnis. Das ist aber unzusammenhängend...

giuseppe persiano theoretical mechanism design

Mein Blog ist selbstverständlich eine führende Resource auf dem Gebiet der theoretischen Informatik... vor allem sicher nach dem das Semester wieder begonnen hat.

highway no 1 and waldbrände 2008

Ja auch auf der Route 1 hat es gebrannt. Aber zum Glück erst nachdem ich dort war.

ignoranz des igels

Scheint ja ein häufiger Fehler zu sein...

inside googleplex

Jap, da war ich.

laser tag

Macht Spaß, ist aber anders als ich es mir vorgestellt habe.

lasertag deutschland

Keine Ahnung... in Mountain View gibt es das aber! Der Flug ist auch garnicht teuer.

lasertag in deutschland

siehe oben.

logorrhea

Eine mittelmäßige Zusammenstellung von Kurzgeschichten mit einem schönen Titel.

machine learning summer school il de re

Hm. Diesen Menschen werde ich vermutlich noch kennenlernen. Etwas seltsam, das er schon soviel über mich wissen könnte.

maker faire

Schade das es sowas in Deutschland nicht gibt.

makerfaire

Aber ein Land muss wohl erst eine gewisse Größe haben, bevor es eine kritische Masse an genügend Verrückten aufweist.

mechanism design bedeutet

Zum Beispiel den Unterschied zwischen ehrlichen Auktionen und solchen, wo Lügen lohnt.

mechanismus design

Vielleicht sollte ich mehr theo. Inf. Themen behandeln. Quasi als zweites Standbein neben den Buchrezensionen.

mein forschertagebuch

Nein, meins

mendocino yosemite

Mendocino und Yosemite sind übrigens 334 Meilen voneinander entfernt (537 km). Das ist etwa dieselbe Entfernung, wie von Paderborn nach Augsburg.

moffet field san francisco
moffett field
moffett fields

Kein besonders guter Ort zum Wohnen, aber man sieht immer mal wieder was Interessantes.

morro bay

Ich wünschte ich hätte länger dort sein können.

napa valley blog

Nicht wirklich. Aber ich war zumindest mal da...

napa xp

Jap, interessanter Fakt: Das Standardhintergrundbild von Windows XP kommt aus Napa.

oramen matter

Die Culture Reihe ist eine der besten SF Reihen überhaupt.

orangensaft schäumt

Manchmal. Eventuell. In den USA übrigens oft, wenn er frisch ist.

padervalley

Yeah, living in the padervalley...

praktikumszeugnis wann bekommen

Tjo. Am Ende des Praktikums.

propellermütze

Sowas habe ich jetzt. Und das können nicht viele von sich sagen.

rasen sprengleranlagen

Gibt es in der Bay Area massenhaft. Nachts kommt man nicht trockenen Fußes nach Hause. Rasen der nicht gesprengelt wird ist in Kalifornien übrigens gelb.

samorost1 level

Gutes Spiel. Hat mich viel Zeit gekostet....

schloss neuhaus bilder alt neuhaus

Alt und neu... neu und alt... leider hatte ich meine Kamera auch da nicht dabei.

septembers of shiraz

Autobiograpisch angehauchte Geschichten sind oft gut, wenn die Erzählerin wirklich was zu erzählen hat. Und das ist hier der Fall.

ukiah stadt

Ukiah ist übrigens Haiku rückwärts.

waldbrände + kalifornien + karte
waldbrände kalifornien morro bay
waldbrände,kalifornien,blog

www.fire.ca.gov

wanderrouten big sur

Gibt es viele... Leider kam ich nicht dazu dort zu wandern.

was unternehmen in morro bay

z.B. die Big Sur hochfahren und wandern.

wasserfarbenflecken behandeln

Also ich als uneingeweihter würde es ja einfach in die Waschmaschine tun... in der Hoffnung das Wasserfarbe sich in Wasser löst... aber du solltest keinen Informatiker nach sowas fragen.

wieviel punkte hat ein subway cookies

Das ist eine weltbewegende Frage... mein Blog taucht übrigens in den ersten 5 Ergebnisseiten nicht auf, der Mensch muss sich also noch weitergeklickt haben. Ich hoffe, er hat eine Antwort gefunden.

echo lake kalifornien bilder

Jap, gibt es hier.

napa valley windows

siehe oben :-)

Freitag, 27. Juni 2008

Bashiba Panorama

Das Kurzeitgedächnis des Menschen kann etwa 5-7 Informationseinheiten gleichzeitig enthalten (eine Informationseinheit ist z.B. eine einzelne Zahl). Eigentlich viel zu wenig um komplexe Situationen zu erfassen. Wenn wir, z.B. an der Börse eine Statusseite mit vielen, vielen Werten (z.B. Aktienkursen) sehen, haben wir lediglich die Illusion der Kontrolle und der Informiertheit.

In Wirklichkeit bleiben nur 5-7 Zahlen gleichzeitig in unserem Gedächnis.

Wie kann man also komplexe Situationen überschaubar darstellen?

Bashiba bildet Werte auf eine Panoramalandschaft ab. Börsenkurse können durch das Wetter symbolisiert werden: Bewölkung, Regen, Wind stellen einzelne (oder zusammengefasste) Kurse da. Mit einem Blick ist klar, ob die Wetterlage gerade gut oder schlecht ist. Sogar unzureichende Daten können symbolisiert werden: Je weniger Daten über die Situation verfügbar sind, desto "künstlicher" erscheint die Landschaft.

Ich finde diese Art Informationen zu visualisieren beeindruckend. Es lässt sich auch beliebig auf andere Arten von Informationen ausdehnen: Webtraffic, Serverdaten, ... alles kann als eine Wetterlandschaft dargestellt werden in der man sofort einen Überblick hat.




P.S. : Vielleicht sollte ich Werbetexter werden, wenn ich groß bin.

Sonntag, 22. Juni 2008

Praktikumszeugnis

In Deutschland ist es üblich nach einem Praktikum ein Praktikumszeugnis zu bekommen. Diese Praktik ist hier (leider oder Gott sei dank?) fast unbekannt (stattdessen gibt man References: Kontaktinformationen eines Mitarbeiters oder Vorgesetzten der auf Anfrage Auskunft gibt.).

Mein Host hatte also keine Ahnung wie man soetwas schreibt. Und die Vielzahl an mit gTranslate übersetzten deutschen Seiten zu Praktikumszeugnissen hat uns eine heitere halbe Stunde verschafft ("Durch seine Geselligkeit trug er zur Verbesserung des Betriebsklimas bei" bedeutet, das er oft betrunken war?

Letztendlich führt die deutsche Vorschrift, das nichts Negatives in einem Praktikumszeugnis genannt werden darf nur dazu, das eine neue Sprache entsteht, die außenstehenden ersteinmal beigebracht werden muss.

Und mein Image als direkter Deutscher leidet.

Mittwoch, 11. Juni 2008

Fahrradlos

Montag früh war es Zeit, das Auto zurückzubringen. Der Autovermieter brachte einen sogar an einen Ort in die Stadt, wenn man wollte.

Mein Fahrrad hatte ich bei Neha gelassen, also wurde ich dort abgesetzt. Neha hatte ein frühes Meeting und hatte deswegen die Schlüssel bei ihrer WG-Mitbewohnerin gelassen. 

Ein guter Plan. Nur das diese einen guten Schlaf hatte... zu gut um durch den Türklopfer wach zu werden jedenfalls. Nachdem ich es um 9:00 aufgab blieb mir nur eine Stunde bis zu meinem Meeting und die ganze Stadt war zwischen mir und dem Konferenzraum. Also losgerannt. Und in unglaublichen 38 Minuten auch angekommen (dafür aber einen Muskelkater bekommen, den ich noch ein paar Tage spüren werde, trotzdem: Ich bin stolz auf meine Beine).

Um 17:00 dann zusammen mit Neha in gemütlicherem Tempo und ohne Zeitdruck zurückgelaufen und den Abend in einem thailändischen Restaurant mit Tofu auf Spinat und Kokosnusssaft ausklingen lassen. Letztendlich war der Tag damit (und mit dem gesunden Frühsport) sogar besser als der Sonntag...

Freitag, 16. Mai 2008

Tech Talk

Bei Google gibt es regelmäßig sogenannte "Tech Talks": ca. einstündige Vorträge zu Themen aus einem weiten Bereich von Gebieten (die meisten natürlich aus der Informatik, aber auch viel anderes von Politik bis zur Tierfotographie). Einige der Vorträge, die keine für Google als Firma kritischen Informationen enthalten werden auch veröffentlicht.

Ich versuche jede Woche zu einem dieser Vorträge zu gehen und nun ist es zum erstenmal passiert, dass ein Vortrag, den ich besucht habe, ins Netz gestellt wurde.

Es geht darum, wie PR Firmen versuchen, scheinbare "Graswurzelbewegungen" zu gründen und über sie die öffentliche Meinung zu beeinflussen:




P.S. : Es sind hier fast 40° Celsius... gut das es Klimaanlagen gibt!

Donnerstag, 24. April 2008

China und Weltbuchtag

David, mein Mitbewohner, hatte gestern abend interessantes zu erzählen:

Er war vor einiger Zeit für ein Praktikum einige Monate in China und fand die Situation dort schrecklich: Für uns selbstverständliche Webseiten, wie die Wikipedia, sind dort durchgehend geblockt, andere Seiten, wie CNN oder BBC zu bestimmten Tagen (z.B. bei schlechter Berichterstattung über China). Wenn man in China ist, kann man den Grund dafür nicht herausfinden, es wird nichts darüber berichtet.

Und: Es regt sich dort niemand darüber auf. David fühlte sich mit seiner Meinung absolut alleine, eher wurde dort gegen westliche Regierungen protestiert als gegen die Zensur im eigenen Lande. Von klein auf werden die Menschen in China dazu erzogen, dem Staat ähnliche Gefühle wie der Familie entgegenzubringen und gleichzeitig besteht stets die Gefahr, verhaftet zu werden, sollte man doch anfangen, Kritik laut zu äußern. (Bei amnesty habe ich ja auch mit genug entsprechenden Fällen zu tun gehabt, siehe z.B. hier)

Was mich wirklich erschreckt ist, wie groß China ist und wie schnell es wächst und boomt. Demokratie und Freiheit sind nicht unbedingt Vorraussetzung für wirtschaftliches Wachstum und Reichtum und scheinen leider oft unwichtig, wenn letzteres Vorhanden ist. Man muss es sich trotzdem bewusst machen: Mehr als ein fünftel aller Menschen hat nie echte Meinungsfreiheit erlebt.

Vielleicht ist es meine westliche Kultur, aber ich bin der Meinung, dass Individualität und die Tatsache das jeder Mensch einzigartig ist (normal ist langweilig!), das ist, was uns eigentlich ausmacht.

And now for something completly different.... heute ist der World Book and Copyright Day also lasst uns die Bücher feiern... und unser Recht diese zu kopieren.

Dienstag, 22. April 2008

Paycheck

Heute ist sowohl meine Social Security Card eingetroffen (wie kann eine derart wichtige Karte derart billig gemacht sein? Ich wette in 3 Jahren hat sie sich von selbst aufgelöst...) als auch mein erster Paycheck und der Relocation Bonus. Finanzielle Sorgen habe damit zum Glück keine mehr und ich kann nun planen, einen Mietwagen zu nehmen um auch etwas weiter entferntere Gegenden zu erkunden.

Außerdem habe ich ein Post Office gefunden und kann damit beginnen Karten zu schicke.... eigentlich wollte ich ja jedes Wochenende eine schicken aber bis jetzt wurde das durch das Moffet Field Post Office mit seinen leicht restriktiven Öffnungszeiten verhindert.